17 Kilometer Stau nach schwerem Unfall auf der A 5

Friedrichsdorf (süd/pm). Erneut ein schwerer Verkehrsunfall auf der A 5 mit weitreichenden Folgen für viele andere Verkehrsteilnehmer. Im Bereich Friedrichsdorf waren daran am Mittwochmittag fünf Lkw beteiligt, es wurden zwei Personen verletzt. Der Sachschaden beläuft sich laut Polizei auf rund 250 000 Euro.

Die Autobahn musste für die Aufräumarbeiten in nördlicher Richtung teilweise komplett gesperrt werden. Die Staulänge betrug bis zu 17 Kilometer. Erst vergangene Woche hatte ein Unfall mit einem brennenden Lkw im Berufsverkehr einen langen Stau auf der Autobahn und überfüllte Umleitungsstrecken in der Wetterau ausgelöst.

Den Unfallhergang schilderte ein Polizeisprecher: Vier Lastwagen fuhren gegen 11.45 Uhr auf dem rechten von drei Fahrstreifen hintereinander in nördliche Richtung. Zur Unfallzeit herrschte dichter Straßenverkehr, es kam mehrfach verkehrsbedingt zu Stockungen. Ein 53-jähriger Lastwagenfahrer aus Bad Hersfeld musste deswegen seinen Lkw bis zum Stillstand abbremsen. Dahinter konnten ein 49-Jähriger aus Kempen und ein 22-jähriger Dieburger ihre Fahrzeuge zwar noch rechtzeitig abbremsen, ein 34-jähriger Lkw-Fahrer aus dem Raum Karlsruhe schaffte das aber nicht mehr. Er fuhr mit offensichtlich überhöhter Geschwindigkeit auf den Anhänger des 22-Jährigen auf.

Hubschrauber im Einsatz

Durch die Wucht des Aufpralls wurden die vorausfahrenden Lastwagen aufeinander geschoben. Außerdem wurde der Anhänger des mutmaßlichen Verursachers nach oben katapultiert und touchierte dabei mit dem Planenaufbau die Metallkonstruktion einer Verkehrseinrichtung. Ein weiterer Lkw-Fahrer, der bis dahin nicht am Unfall beteiligt war und sich noch hinter dem Fahrzeug des 34-Jährigen befand, wich auf den Standstreifen aus, um einen Unfall zu vermeiden. Dabei lösten sich mehrere Metallstangen an der Ladung.

Der 34-Jährige wurde dabei in seinem Führerhaus eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden. Er wurde mit einem Hubschrauber in eine Klinik geflogen. Bei den Untersuchungen stellte sich heraus, dass er lediglich leichte Verletzungen davon getragen hatte. Auch der 22-jährige Lastwagenfahrer wurde leicht verletzt. Außerdem lief beim Unfall eine größere Menge Hydrauliköl aus einem Lastwagen aus.

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