Keine Luchspopulation mehr

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Kassel/Göttingen- Hessens einzige ehemals feste Luchspopulation ist offenbar Vergangenheit. "Die Luchse sind komplett aus Nordhessen verschwunden", sagte Markus Port vom Luchsprojekt der Universität Göttingen. Im Dezember 2019 sei das letzte Mal ein standorttreues Tier im ehemaligen Kerngebiet der hessischen Population südöstlich von Kassel nachgewiesen worden. Auch die Sichtung eines Tieres im Werra-Meißner-Kreis Anfang Dezember ändere nichts an der grundsätzlichen Situation. 2010 hatte sich eine kleine Population aus dem Harz in dem Gebiet bei Kassel niedergelassen. Bis zu sechs Raubkatzen wurden dort gesichtet. Laut dem Luchsprojekt war es deutschlandweit das erste Luchsvorkommen, das ohne direkte Einwirkung des Menschen und nicht in unmittelbarer Nähe eines Wiederansiedlungsgebietes entstand. Doch die Tiere verschwanden nach und nach, einige starben an Krankheiten. Auch das Fehlen von Weibchen galt als Problem. Ohne Tiere wird auch die Untersuchung des Göttinger Luchsprojektes in Hessen enden. "Wenn es keinen Luchs gibt, dann machen wir auch nicht weiter", erklärte Port. Im ehemaligen Kerngebiet südöstlich von Kassel gibt es aktuell keine Fotofallen mehr. Im Reinhardswald wolle man bis zum Frühjahr warten. dpa

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