Kein Käufer

  • vonDPA
    schließen

Twistetal/Korbach- Bei dem in einen Fleischskandal verwickelten nordhessischen Wurst-hersteller Wilke gehen endgültig die Lichter aus. Trotz intensiver Bemühungen und der Einschaltung eines auf Übernahmen spezialisierten Unternehmens sei keine Nachfolgelösung für den Geschäftsbetrieb gefunden worden, berichtete Insolvenzverwalter Mario Nawroth am Freitag nach einer Gläubigerversammlung in Korbach. Vorhandenes Vermögen des insolventen Unternehmens solle verwertet werden, um Ansprüche von Gläubigern zu befriedigen.

Den noch vorhandenen 62 Mitarbeitern wurde laut Nawroth gekündigt. Mit dem Betriebsrat solle noch ein Sozialplan abgeschlossen werden. "Die Abstimmungen hierzu laufen." Die bestehenden rechtlichen Auseinandersetzungen würden fortgesetzt, sagte er, ohne Details zu nennen. Mehrfach hatte sich der wegen Keimfunden geschlossene Wurstproduzent Wilke erfolglos gegen den behördlich verhängten Produktionsstopp gewehrt.

In Wurstwaren von Wilke waren Listerien nachgewiesen worden. Die Staatsanwaltschaft Kassel ermittelt gegen den Geschäftsführer von Wilke, die stellvertretende Geschäftsführerin und den Produktionsleiter unter anderem wegen fahrlässiger Tötung, Körperverletzung und gewerbsmäßigen Betrugs. dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare