+
Wurde mithilfe der Öffentlichkeitsfahndung via Bildern und Tatvideos gefunden: Ein 55-Jähriger aus Homberg soll vier bewaffnete Raubüberfälle in Nordhessen verübt haben.

Räuber verletzte zwei Personen

Mindestens vier bewaffnete Raubüberfälle in Nordhessen: Hinweise führen Polizei zum Täter

  • schließen
  • Daria Neu
    Daria Neu
    schließen

Ein Mann aus Homberg (Nordhessen) soll mindestens vier bewaffnete Raubüberfälle begangen haben. Durch Hinweise aus der Bevölkerung wurde er nun gefasst.

  • Tatverdächtiger von mindestens vier bewaffnete Raubüberfällen festgenommen.
  • Taten in Nordhessen und Kassel.
  • Zwei Verletzte bei den Raubüberfällen.

Ein 55-jähriger Mann aus Homberg im nordhessischen Schwalm-Eder-Kreis wurde am Freitagmorgen festgenommen. Der Mann ist dringend tatverdächtig, seit Oktober 2019 mindestens vier bewaffnete Raubüberfälle in Nordhessen, drei davon in Kassel, begangen zu haben. Das teilen Polizeisprecher Matthias Mänz und Andreas Thöne, Sprecher der Staatsanwaltschaft Kassel, mit. 

Kassel: Mann gesteht einige der bewaffneten Raubüberfälle

Der Festgenommene habe inzwischen einige der Raubüberfälle gestanden. Er soll auf Antrag der Staatsanwaltschaft Kassel einem Haftrichter vorgeführt werden. Der 55-Jährige war nach Raubüberfällen in den Fokus der Ermittler der Kripo Kassel, Homberg und Bad Hersfeld geraten. 

Durch die Öffentlichkeitsfahndung mithilfe von Tatvideos und Bildern aus Überwachungskameras waren Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen, die letztlich zur Identifizierung des Tatverdächtigen geführt hätten. Durch die Ermittlungen habe sich der Verdacht gegen den 55-Jährigen erhärtet.

Kassel: Ermittler werfen dem Mann derzeit vier bewaffnete Raubüberfälle vor

Die Ermittler aus Kassel werfen dem Mann derzeit vier bewaffnete Raubüberfälle vor: 

  • Den ersten Raubüberfall soll der 55-Jährige am 18.10.2019 Jahres auf einen Autohandel in der Leipziger Straße in Kassel verübt haben. Die Polizei meldete damals, der Täter habe mehrere Schlüssel für Gebrauchtwagen, Fahrzeugpapiere und das Handy erbeutet. Einem 23-Jährigen habe er vor seiner Flucht außerdem mit einem Revolver gegen den Kopf geschlagen.
  • Nur fünf Tage später soll der Mann einen Autohandel im Ölmühlenweg in Kassel überfallen haben. Auch hierbei fehlte vom Täter anschließend jede Spur. 

  • Weiter soll es dann am 15.11.2019 gegangen sein: Den dritten Raubüberfall meldete ein Bettenfachgeschäft in der Kohlenstraße in Kassel.
  • Auf eine Tankstelle in Ludwigsau-Mecklar* (Kreis Hersfeld-Rotenburg) soll es der 55-Jährige dann   am 19.12.2029 abgesehen haben.

Kassel: Ermittler prüfen, ob der Tatverdächtige für weitere Raubüberfälle verantwortlich ist

Zudem prüfen die Ermittler der Kriminalpolizei Kassel, ob der 55-Jährige auch für weitere Raubüberfälle in der Region verantwortlich sein könnte. Bei seiner Festnahme und der Durchsuchung seiner Wohnung am Freitagmorgen in Homberg seien weitere belastende Gegenstände gefunden worden, so der Polizeisprecher.

Kassel: Ermittler finden eine scharfe Waffe, die vermutlich bei den Raubüberfällen verwendet wurde

Darunter sei eine scharfe Waffe aufgetaucht, teilen Polizei und Staatsanwaltschaft Kassel mit. Bei dieser dürfte es sich um eine der bei den Raubüberfällen verwendeten Tatwaffen handeln. Die Ermittlungen gegen den 55-jährigen Mann dauern an.

Mit diesem Video hat die Polizei Kassel nach dem Raubüberfall auf ein Bettengeschäft gefahndet

Bei einem anderen Überfall auf ein Lebensmittelmarkt in Kassel ist ein Mitarbeiter mit einer Waffe bedroht worden. Die Täter sind flüchtig, die Polizei bittet um Hinweise.

Dramatischer Vorfall in Heppenheim: Ein Mann hat sich an einer Tankstelle mit Benzin übergossen. Die Kassiererin reagierte heldenhaft und schritt sofort ein.

Von Daria Neu und Ulrike Pflüger-Scherb

*hna.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion