Jede Menge Hits und ein Schwelgen in Erinnerungen

Wetzlar (kdw). Einen vollen Erfolg konnte am Samstag das Musicalensemble F.act, geleitet von Christoph Drewitz, bei seiner Jubiläumsvorstellung zum zehnjährigen Bestehen verbuchen. Etwa 750 Besucher erlebten eine spritzige Mischung aus Gesang und Tanz, die in einem höchst unterhaltsamen Rutsch durchlief und noch dazu bestens klang.

Wetzlar (kdw). Einen vollen Erfolg konnte am Samstag das Musicalensemble F.act, geleitet von Christoph Drewitz, bei seiner Jubiläumsvorstellung zum zehnjährigen Bestehen verbuchen. Etwa 750 Besucher erlebten eine spritzige Mischung aus Gesang und Tanz, die in einem höchst unterhaltsamen Rutsch durchlief und noch dazu bestens klang.

So soll es sein, und die Gruppe F.act, einst aus der Musicalgruppe der Goetheschule entstanden und inzwischen zum Wetzlarer Neuen Kellertheater gehörend, erwies sich wieder einmal als hoch begabtes und, wie man an diesem Abend besonders wohltuend spürte, ebenso motiviertes Ensemble.

Das Beste zum Jubiläum

Zum hohen Anlass hatte man Ehemalige und Gäste auf die Bühne gebeten und keinen Aufwand gescheut - die ganz natürliche Übertragung der an die 20 Stimmen war eine große Leistung, und auch der Orchestersound ließ nichts zu wünschen übrig. Dirigent Martin Spahr hatte das musikalische Geschehen souverän im Griff. Und am Ablauf mit den langen Auf- und Abgängen im Rosengärtchen gab es nichts zu meckern; es lief rund. Offenkundig hatten sich alle Beteiligten geschworen, ihr Bestes zu geben. Dazu gehörte auch Moderator Tobias Weis, der einen schwungvollen, doch unaufdringlichen Meister der Zeremonien abgab.

Das mit kundiger Hand gearbeitete Opening mit Melodien aus allen F.act-Musicals war fachmännisch arrangiert, mitreißend musiziert und ließ das Ensemble noch bei Tageslicht glänzen.

Exzellenter Zellenblock-Tango

An sich war der Abend eine versierte Kombination von Hits und Erinnerungen an Showerfolge, bei der sich einige Glanzlichter herausstellten. Zu diesen gehörte Wasilena Georgieva, die mit fabelhafter Substanz und enormer Expressivität restlos überzeugen konnte. Marco Knorz ragte mit seiner Interpretation von Tom Lehrers "Masochistentango" heraus: exzellent gesungen und hinreißend getanzt. Ebenso wie der "Zellenblock-Tango" aus Chicago mit Franziska Ritz, Melanie Braun, Sarah Jankowski, Miriam Frech und Georgieva - ein erfrischend lebendiger und farbstarker Chor, den man nicht alle Tage zu hören bekommt. Dabei gaben die enthaltenen Solonummern mehr als einmal Anlass zu größter Heiterkeit.

Regie ließ Szenen verhungern

Es blieb unklar, warum die Regie diese und einige andere Szenen im Schummerlicht verhungern ließ und erst gegen Ende zu strahlendem Bühnenglanz fand. Davis Hartlands originelle Choreografie nicht nur der Massenszenen ließ hingegen die fachmännische Liebe zum Detail erkennen und die Fähigkeit des Ensembles, das auch umzusetzen.

Mit diesem fröhlichen und gut klingenden Abend, der der Tradition des Laientheaters alle Ehre machte, zeigte sich die Compagnie von ihrer allerbesten Seite und heimste sich den Respekt der rund 700 Zuschauer ein.

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