Japans Fabelwesen bei Phantastik-Tagung

Wetzlar (dpa). Schauergeschichten, Märchen und Comics aus Japan stehen bei den 30. Wetzlarer Tagen der Phantastik im Mittelpunkt.

Wetzlar (dpa). Schauergeschichten, Märchen und Comics aus Japan stehen bei den 30. Wetzlarer Tagen der Phantastik im Mittelpunkt. Unter dem Titel "Nô-Theater, Manga und Nobelpreisträger - Eine Exkursion in japanische Anderswelten" soll die Tagung vom 9. bis 12. September zeitgenössische und historische Werke des asiatischen Landes genau unter die Lupe nehmen. "Japanische Phantastik ist heute keine exotische Nische mehr", sagte Thomas Le Blanc, Leiter der Phantastischen Bibliothek Wetzlar, am Montag bei der Vorstellung des Programms. Geplant sind Vorträge, Lesungen und eine Ausstellung über japanische Geister und Fabelwesen.

Die Veranstaltung, die von der Bibliothek sowie der Japanologie der Universität Frankfurt organisiert wird, richtet sich an Wissenschaftler, Studenten und gewöhnliche Literaturliebhaber. Auf dem Programm steht auch die Verleihung des Phantastik-Preises der Stadt Wetzlar. Die mit 4000 Euro dotierte Auszeichnung bekommt am 10. September die Autorin Christiane Neudecker für ihren Erzählband "Das siamesische Klavier".

Japan habe eine lange und reiche Tradition an phantastischen Geschichten, sagte Le Blanc. Spätestens seit dem Erfolg des Autors Murakami Haruki seien diese ein weltweit verbreitetes Genre. Die 1989 eröffnete Phantastische Bibliothek Wetzlar ist nach eigenen Angaben die weltweit größte öffentlich zugängliche Einrichtung dieser Art. Sie hat mehr als 190 000 Bücher der Genres Märchen, Horror, Science-Fiction und Fantasy sowie Sagen und Mythen zusammengetragen. Weitere Infos:

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