Inzidenz sinkt unter 100

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In Hessen sind binnen eines Tages mehr als 1200 neue Corona-Infektionen und fast 100 Todesfälle gemeldet worden. Die Inzidenz als wichtige Kennziffer der Neuinfektionen in sieben Tagen pro 100 000 Einwohner sank landesweit unter 100 auf 99,6. In den Regionen wies den höchsten Wert laut hessischem Sozialministerium weiter der Kreis Fulda mit 215,7 auf.

Wie aus Daten des Berliner Robert-Koch-Instituts (RKI) vom Donnerstag hervorgeht, stieg die Zahl der seit Beginn der Pandemie registrierten Fälle in Hessen mit 1276 Neuinfektionen auf 168 871. Insgesamt 4676 Todesfälle wurden mit dem Virus in Verbindung gebracht, 99 mehr als am Vortag

Laut dem Intensivregister der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) wurden am Donnerstag 403 Corona-Patienten behandelt (Stand: 13.21 Uhr). 199 Covid-19-Patienten wurden beatmet. Hessenweit waren - auch mit Patienten mit anderen Krankheiten - 1720 von 1934 betreibbaren Intensivbetten belegt.

In den hessischen Erstaufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge haben sich seit Beginn der Corona-Pandemie 695 Menschen nachweislich mit dem Virus infiziert. Zuletzt seien 24 Personen positiv auf den Erreger getestet worden, teilte das Sozialministerium in Wiesbaden mit (Stand 21. Januar). Insgesamt leben in den Einrichtungen derzeit rund 3800 Asylsuchende.

Laut RKI wurden bis Donnerstag, 10 Uhr, 150 343 Impfdosen in Hessen gegen Corona gespritzt. 114 788 Menschen erhielten die erste Impfung, 5887 mehr als am Vortag. Die Impfquote lag bei 1,8 Prozent. 35 555 erhielten auch schon die zweite Impfdosis.

Skigebiete stellen Forderungen

Vom kommenden Mittwoch (3. Februar) an werden in Hessen neue Termine für eine Corona-Impfung vergeben. Wie Innenminister Peter Beuth (CDU) am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte, können dann zunächst weitere Berechtigte der Priorisierungsgruppe 1 den Zeitpunkt für die Schutzimpfung in einem der regionalen Impfzentren vereinbaren.

Dabei handelt es sich ganz überwiegend um Seniorinnen und Senioren, die mindestens 80 Jahre alt sind. Am 9. Fe- bruar sollen auch die rest- lichen 22 Impfzentren öff- nen; bislang waren sechs in Betrieb.

Die Skigebiete im Sauerland und im hessischen Willingen setzen sich für einen schrittweisen Ausstieg aus dem Corona-Lockdown ein. Man habe Hygienekonzepte mit limitiertem Ticketverkauf und strengen Kontrollen, um sicheren Wintersport anzubieten, teilte die Wintersport-Arena Sauerland, Zusammenschluss der Skigebiete in der Region, mit.

Bei weiterhin sinkenden Corona-Infektionszahlen fordern sie demnach noch in dieser Saison Lockerungen, die sie »vorsichtig und verantwortungsvoll« umsetzen wollen. »Dabei denken die Liftbetreiber beispielsweise an Testtage, sehr kleine Ticketkontingente, die dann langsam zu steigern wären«, hieß es weiter. Die Besucherlenkung soll durch Zäune und Hinweistafeln sowie Kontrollen auf Parkplätzen und Zuwegen erfolgen, außerdem könne man die Betriebszeiten ausweiten, um die erhöhte Nachfrage zu verteilen.

Für die Kommunalwahl in Hessen im März bekommen die rund 55 000 Wahlhelfer vom Land Schutzmasken gegen das Coronavirus. Alle Helfer in den Städten und Gemeinden erhielten jeweils zwei FFP2-Masken und zwei OP-Masken, teilte Innenminister Peter Beuth (CDU) mit. In Abstimmung mit den kommunalen Spitzenverbänden würden die 220 000 Masken Mitte Februar über die Landkreise an alle 422 Städte und Gemeinden geliefert.

Mit Maske und Stift ins Wahllokal

Nach den Aussagen Beuths ist auch ein Gang in die Wahllokale sicher, wenn die Maskenpflicht beachtet wird. Die Kommunen träfen zudem Vorbereitungen zum Infektionsschutz. Hierzu gehörten großzügige Wahlräume, markierte Laufwege, gründliches Reinigen oder auch regelmäßiges Lüften. Die Wähler müssten aber alle Abstands- und Hygieneregeln beachten. »Jeder muss mit einer Maske und sollte mit einem eigenen Schreibstift zu Wahl gehen und damit einen Beitrag leisten, um sich und seine Mitmenschen vor einer Ansteckung zu schützen.«

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