"Individuelles Verhalten entscheidend"

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Wiesbaden/Kassel-

Hessens SPD-Chefin Nancy Faeser hat ein Ende der coronabedingten Beherbergungsverbote gefordert. Das Beherbergungsverbot treffe unterschiedslos alle, die das Pech hätten, im falschen Postleitzahlenbezirk zu wohnen. "Entscheidend für die Risikobewertung ist aber nicht der Wohnort, sondern das individuelle Verhalten", erklärte die Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion. Auch der FDP-Fraktionschef René Rock erklärte, das Beherbergungsverbot sei weder geeignet, das Infektionsgeschehen einzugrenzen, noch sei es verhältnismäßig.

Das hessische Kultusministerium hält nichts von dem Vorschlag, die Weihnachtsferien wegen der Corona-Pandemie zu verlängern. Es gebe derzeit keine Erwägungen, die Ferientermine im laufenden Schuljahr anzupassen, teilte das Ministerium mit. "Eltern sind auf verlässliche Ferienzeiten und Planungssicherheit für die Betreuung ihrer Kinder angewiesen." Lehrer und Schüler müssten sich auf die Abschlussprüfungen vorbereiten können. Zudem sei das Infektionsgeschehen zu dynamisch, um Voraussagen für die Weihnachtszeit zu treffen. Die SPD-Fraktion lehnte den Ferien-Vorstoß ebenfalls ab.

Main-Taunus-Kreis verschärft Regeln

Nach den täglich aktualisierten Corona-Zahlen des Sozialministeriums kamen im Land weitere 271 Neuinfektionen hinzu. Der Main-Taunus-Kreis hat gestern weitere Beschränkungen des öffentlichen Lebens wegen der Corona-Pandemie eingeführt. So gilt nun unter anderem eine Sperrstunde ab 23 Uhr und eine Maskenpflicht in Gaststätten. Der Kreis ist die vierte Region, die die Inzidenz von 50 überschreitet. Zuvor war dies in Frankfurt, der Stadt Offenbach und dem Kreis Groß-Gerau der Fall. Nachdem sich mehrere Menschen einer Erstaufnahmeeinrichtung in Kassel mit dem Virus angesteckt haben, sind nun die ersten Bewohner getestet worden. dpa

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