16 Immobilien durchsucht

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Marburg- Mit Durchsuchungen sind Ermittler am Mittwoch in vier Bundesländern gegen Schleuser und Schwarzarbeit vorgegangen: in Hessen, Bayern, Nordrhein-Westfalen und in Sachsen-Anhalt. Insgesamt seien dabei zeitgleich 16 Immobilien durchsucht worden, erklärten die Staatsanwaltschaft Marburg, die Bundespolizeiinspektion Halle und das Hauptzollamt Gießen gemeinsam. "Die Ermittlungen richten sich derzeit gegen insgesamt sechs deutsche und zwei ukrainische Staatsbürger", hieß es dort. Diese acht Beschuldigten stünden im Verdacht, mehr als 30 Personen aus der Ukraine, Georgien, Weißrussland und Moldau mit gefälschten Pässen ausgestattet zu haben.

Auch Wohnheime Ziel der Aktion

Darüber hinaus besteht nach Angaben der Behörden der Verdacht, dass die Beschuldigten Unternehmen für Textilrecycling und im Baugewerbe betreiben, in denen die zuvor eingeschleusten Menschen arbeiten. Für diese werde in den Unternehmen allerdings keinerlei Sozialversicherung entrichtet.

In Hessen wurden Immobilien im Landkreis Marburg-Biedenkopf, Waldeck-Frankenberg und Limburg-Weilburg durchsucht. Neben Büroräumen und Wohnungen waren auch zwei Wohnheime Ziel der Aktion. Diese seien zur Unterbringung der eingeschleusten Arbeiter genutzt worden.

In Bayern gab es im Zusammenhang mit den Ermittlungen Durchsuchungen in Augsburg (Stadt und Landkreis) sowie im Landkreis Kulmbach, in NRW in Wuppertal und im Ennepe-Ruhr-Kreis und in Sachsen-Anhalt im Saalekreis.

Datenträger sichergestellt

Die Ermittler stellten bei ihren Durchsuchungen unter anderem Geschäftsunterlagen und Datenträger sicher. Insgesamt seien 700 Einsatzkräfte an der Aktion beteiligt gewesen. dpa

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