Hüttenberg: Mehrheit für Hallen-Investitionen

Hüttenberg (agl). Mit 21 Ja-Stimmen hat eine deutliche Mehrheit der Gemeindevertreter am Donnerstagabend im Rechtenbacher Bürgerhaus die räumlichen Weichen für den Erstliga-Spielbetrieb des TV Hüttenberg in der Saison 2011/2012 gestellt.

Diese beginnt im September, demzufolge war bei der Entscheidung Eile geboten, ob und in welchem Umfang sich die Gemeinde an den Kosten beteiligt.

210 000 Euro sind zur Hälfte von Gemeinde und TVH zu tragen

Der Abstimmung, bei der es eine Enthaltung und - von den Grünen - drei Gegenstimmen gab, ging eine ausführliche Präsentation dessen voraus, was der TVH neben dem Sportlichen auch wirtschaftlich geleistet hat, und welche Schritte baulich zu leisten sind. Vonseiten der Marketing GmbH sprach dazu Martin Volk, der insbesondere auch die Zahlen vorstellte. Demnach werden sich die Kosten insgesamt auf 210 000 Euro belaufen, die jeweils zur Hälfte vom Verein und von der Gemeinde getragen werden sollen. Auf der Ausgabenliste steht nach der mehrheitlichen Zustimmung der Gemeindevertreter das Verlegen eines neuen Hallenbodens, neue Handballtore, eine neue Anzeigentafel und der Bau eines Podiums für Fernsehteams.

Möglicherweise aber Heimspiele etwa gegen Kiel oder HSG außerhalb

Hätte das Parlament die finanzielle Beteiligung der Gemeinde mehrheitlich abgelehnt, dann hätte der TVH in Hallen in Wetzlar und Gießen ausweichen müssen, wo für den Spitzensport die Rittal-Arena und die Osthalle genutzt werden. Die Identifikation von Verein und Hüttenbergern wurde in diesem Zusammenhang jedoch als gewichtiges Gegenargument verwendet, zudem Kosten bzw. geringere Einnahmen, die auch durch das Ausweichen entstehen würden. Volk schloss aber nicht aus, dass man bis zu vier Heimspiele außerhalb von Hüttenberg austragen könnte, so etwa das Spiel zum Saisonauftakt gegen den THW Kiel (10. oder 11. September) oder auch das Derby gegen die HSG Wetzlar. "Existentielle Folgen für den Verein" habe die Entscheidung, so Volk vor der Abstimmung. Hinterher zeigte er sich "erleichtert".

Kommentar zur Sporthalle Hüttenberg Sporthalle Hüttenberg: Fragen, Kritik und deutliches "Ja"

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