Hüttenberg CDU-Mann Heller und Hölz (FWG) in Stichwahl

Hüttenberg (hjp/blm). Nach der Bürgermeisterwahl am Sonntag gehen Christof Heller (CDU) und Oliver Hölz (FWG) in die Stichwahl.

Josef Fischer (SPD/16,7 Prozent), Erich Schmidt (unabhängig/12,1 Prozent) und Jens Blücher (unabhängig/5,1 Prozent) unterlagen den beiden vorläufigen Wahlsiegern. Bei einer Wahlbeteiligung von 57,8 Prozent konnte Christdemokrat Heller insgesamt 1 578 Wählerstimmen (38,7 Prozent) auf sich vereinen. Hölz landete auf Rang zwei mit insgesamt 1108 Stimmen (27,3 Prozent).

Wenngleich Heller mit einem großen Vorsprung in die Stichwahl am 11. September geht, sieht er sich für die Stichwahl nicht als Favoriten: "Es wird noch viel zu tun sein in den kommenden zwei Wochen", so Heller, der mit weniger Stimmer gerechnet hatte. Er jedenfalls werde seine bisherige Wahlkampfstrategie vor allem mit Nachbarschaftsgesprächen fortsetzen. "Dabei bleiben meine Themen mit Finanzen, Bürgerhäusern, Schwimmbad und Jugend konstant." Wichtig sei aber vor allem, weiterhin Bürgernähe zu zeigen. Auch Hölz will in den kommenden zwei Wochen "noch einmal richtig Gas geben". Gleichzeitig hofft er auf Unterstützung durch die SPD, deren Kandidat Fischer mit 16,6 Prozent enttäuschend abgeschnitten hatte. Allerdings haben sich die Sozialdemokraten noch nicht erklärt. Bei der SPD wird am Dienstag entschieden, ob und wenn ja welchen Kandidaten sie bei der Stichwahl unterstützen wird.

Gespannte Stimmung herrschte im Rechtenbacher Rathaus, als das vorläufige Endergebnis bekannt gegeben wurde. SPD-Mann Fischer verließ kurz nach Bekanntgabe als Erster der fünf Kandidaten das Rathaus. Im Gespräch mit der Gießener Allgemeinen Zeitung sagte der Parteifreund von Bürgermeister Dr. Manfred Schmidt, dass es Wählerwille gewesen sei, und nun könne man daran auch nichts mehr ändern. Er hätte sich schon ein paar Prozentpunkte mehr gewünscht. Grund für die schwachen 16,7 Prozent sei jedoch nicht die Themenwahl gewesen, analysierte der Sozialdemokrat aus Hörnsheim, der auf erneuerbare Energien gesetzt hatte. "Vielleicht haben die Leute es auch nicht verstanden", so Fischer. Erich Schmidt hat sein Ziel – ein zweistelliges Ergebnis – erreicht. Desweiteren wollte er vor allem die Freie Bürgerliste (FÖBH) bekanntmachen, und genau dafür sei das Kandidieren bei der Bürgermeisterwahl hilfreich gewesen. Letztendlich hätte er mit einem geringeren Abstand zwischen CDU und SPD gerechnet. Das vorläufige Endergebnis spiegele dagegen für ihn wieder, dass man den Finanzleuten mehr vertraue, so Schmidt. Jens Blücher hätte sich ein besseres Abschneiden gewünscht, sah sich aber nicht unter den Top-Kandidaten.

Dennoch habe er seine Teil-Ziele verwirklichen können, die Aufnahme der Themen "Trennung der oberen und unteren Ortsteile", wobei man nun auch die oberen Ortsteile mehr mit einbeziehen solle und nicht weiter nur die "eng umgrenzte Zielgruppe" Hüttenberg, sowie das Thema "Sparen insgesamt." Er hoffe für die Zukunft, dass diese Themen vom entsprechenden Bürgermeister beherzigt werden. Gerade bei fünf Kandidaten habe er sich eine bessere Wahlbeteiligung erhofft, wenn man bedenke, dass die Beteiligung bei der Wiederwahl von Dr. Schmidt bei 40 Prozent gelegen habe. (Fotos: hjp/blm)

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