Hochleistungsblitzer bringen Behörden an Grenzen

  • schließen

Bad Hersfeld/Kassel/Fulda (dpa/lhe). Es blitzt und blitzt – und die Behörden kommen mit dem Abarbeiten der anfallenden Knöllchen für Temposünder nicht mehr nach: Der Einsatz gepanzerter Geschwindigkeitsmessanlagen, sogenannte Enforcement-Trailer, sorgt für massive Mehrbelastung und Stöhnen in der Justiz. Der an den Autobahnen 7 und 4 in Osthessen aufgestellte Blitzer binde enorm Arbeitskraft, sagte der Fuldaer Landgerichtspräsident Jochen Müller.

Bad Hersfeld/Kassel/Fulda (dpa/lhe). Es blitzt und blitzt – und die Behörden kommen mit dem Abarbeiten der anfallenden Knöllchen für Temposünder nicht mehr nach: Der Einsatz gepanzerter Geschwindigkeitsmessanlagen, sogenannte Enforcement-Trailer, sorgt für massive Mehrbelastung und Stöhnen in der Justiz. Der an den Autobahnen 7 und 4 in Osthessen aufgestellte Blitzer binde enorm Arbeitskraft, sagte der Fuldaer Landgerichtspräsident Jochen Müller.

Wenn geblitzte Autofahrer Einspruch einlegen, etwa bei drohendem Führerschein-Verlust, landet die Sache vor Gericht. Die Verfahren in Osthessen gehen dann zum Amtsgericht Bad Hersfeld, in dessen Bereich der Trailer eingesetzt wird. "Die Richter dort haben nach Verstärkung gerufen", erklärte der übergeordnete Landgerichtspräsident Müller. Es bedürfe einer zusätzlichen Stelle, um der Verfahrensflut Herr zu werden. Müller befand: "Wenn man mehr blitzt, muss man das mit mehr Stellen unterlegen, damit es auch verarbeitet werden kann." Wenn die Verfahren verjährten, mache es auch keinen Sinn, gab er zu bedenken.

Neben den beiden bisherigen Trailern sollen in Hessen noch weitere Anlagen dieser Art angeschafft werden, wie die Zentrale Bußgeldstelle mitteilte. Die Polizei plant nach Behördenangaben, fünf weitere Geschwindigkeitsmessanlagen anzuschaffen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare