Historisches am Königsstuhl

Lahnau (mo). In der Lahnauer Gemarkung steht am Standplatz der 1963 von einem Sturm gefällten Streiteiche nahe der Straße zwischen Bieber und Waldgirmes eine neue, anschaulich gestaltete Hinweistafel für Wanderer und Radfahrer.

Lahnau (mo). In der Lahnauer Gemarkung steht am Standplatz der 1963 von einem Sturm gefällten Streiteiche nahe der Straße zwischen Bieber und Waldgirmes eine neue, anschaulich gestaltete Hinweistafel für Wanderer und Radfahrer. Neben einer Verkehrswegekarte auf der Vorderseite weist der Text auf der Rückseite auf den "Königsstuhl und seine historischen Stätten" hin. Den Text mit vielen geschichtlichen Infos und Hintergründen hatte Erwin Schmidt von der Heimatkundlichen Arbeitsgemeinshaft Lahntal erstellt. Die Grafik stammt von Hartmut Krämer.

Den stabilen Informationsständer haben Mitglieder der Heimatkundlichen Arbeitsgemeinschaft zusammengebaut. Die Finanzierung übernahm die Gemeinde Lahnau, erklärte Bürgermeister Eckhard Schultz, der die Infotafel am Samstagnachmittag an die Öffentlichkeit übergab.

Schultz wies darauf hin, dass sich die Region immer stärker auf den Tourismus ausrichtet und einstellt: "Wir haben viel zu bieten, Römer und Kelten haben in unserer Region viele Zeichen gesetzt, viele Museen erhellen die Vergangenheit, und die Landschaft ist wunderschön und lädt zum Wandern und Radeln ein", so Schultz, der allen, die zum Gelingen der Tafel beigetragen haben, ein herzliches Dankeschön aussprach.

Der Übergabe der neuen Infotafel ging der 25. Grenzgang der Heimatkundlichen Arbeitgemeinschaft Lahntal voraus. Peter Schepp, der zweite Vorsitzende des Veranstalters, freute sich, am Start der Wanderung, dem Hofgut Moritzburg nahe Köngisberg, etwa 60 interessierte Mitwanderer begrüßen zu können. Die Teilnehmer wurden über die Entstehung und die bewegte Geschichte der Moritzburg, sowie des Hofgutes Bubenrod informiert. Ralf Stahl klärte über die Historie des Eisenerzbergbaus um den Köngisberg auf.

Die Wanderung führte entlang eines alten, früher stark genutzten Fernweges. Am Bleidenberg stellte Ernst Dietrich, aktives Mitglied des Heimatvereins Rodheim-Bieber, 16 noch ungeöffnete Hügelgräber vor und gab interessante Infos zur Eisengewinnung und Eisenverhüttung in diesem Bereich.

Am Hofgut Bubenrod erfuhren die Wanderer Näheres über dessen Geschichte. Auch dem Gutsfriedhof galt ein Besuch. Hier fand neben den Mitgliedern der Familie Schwarzentraub auch Staatsminister a.D. Werner Best seine letzte Ruhestätte. Im Schwarzbachtal informierte Martin Moosberger zur Wassergewinnung für die Ortsteile Waldgirmes und Dorlar. Gerne ließen sich die Mitwanderer am Ziel von der Heimatkundlichen Arbeitstgemeinschaft Lahntal zu einem abschließenden Imbiss und Umtrunk einladen.

Bürgermeister Schultz dankte Peter Schepp, der sich erneut sehr für das Gelingen des Grenzganges eingesetzt hatte.

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