Hessen hat zehn neue Lotto-Millionäre

Wiesbaden (dpa/PM). Die richtigen Kreuzchen beim Lotto haben zehn Menschen in Hessen im vergangenen Jahr zu Millionären gemacht. Den höchsten Treffer von 7,1 Millionen Euro erzielte eine Spielerin aus Frankfurt.

Dass sich das Glück eben leider nicht (immer) nach dem Tüchtigen richtet, beweist der Vergleich der Einsätze und der Gewinne nach Landkreisen. Obwohl die Kreise Offenbach, Main-Taunus sowie Frankfurt und Wiesbaden die höchsten pro Kopf-Einsätze tätigten, waren die Gießener die mit dem größten Glück. Ihre Gewinnausschöpfungsquote, also der Vergleich Einsatz zu Gewinn, lag bei fast 67 Prozent. Die Gießener erhielten so statistisch gesehen für jeden eingesetzten Euro knapp 67 Cent als Gewinn zurück. Am wenigsten Glück hatte der Landkreis Fulda, hier wurden von jedem Euro nur rund 39 Cent gewonnen.

Wie Lotto Hessen gestern in Wiesbaden mitteilte, stieg der Gesamtumsatz 2011 um 3,6 Prozent auf 556,4 Millionen Euro. Als Gewinne wurden rund 270 Millionen Euro ausgeschüttet. 122 Millionen Euro flossen zweckgebunden in Sport, Denkmalpflege, Kultur und Soziales.

Mit einem Durchschnittseinsatz von 91,71 Euro je Einwohner liege Hessen bundesweit auf Platz zwei, sagte der Geschäftsführer von Lotto Hessen, Hans-Georg Sundermann. Höher sei der Pro-Kopf-Einsatz nur im Saarland. Statistisch spiele jeder fünfte Hesse über 18 Jahren Lotto.

Für 2012 erhofft sich Sundermann vor allem einen Neustart auf dem Markt für Sportwetten. Die staatlich veranstalteten Wetten Toto und Oddset, die laut Gesetz ein Monopol haben sollten, haben über die Jahre Umsatz an private ausländische Anbieter verloren. "Wir haben einen Schwarzmarkt, der aber 95 Prozent des Marktes ausmacht", sagt Sundermann.

Abhilfe schaffen soll ein geänderter Staatsvertrag der Länder, der Mitte des Jahres in Kraft tritt. In Deutschland sollen dann 20 Konzessionen für Sportwettenanbieter vergeben werden. Der deutsche Lottoblock, der Zusammenschluss der Länder-Lottogesellschaften, werde sich mit der in Hessen gegründeten Oddset Deutschland Sportwetten GmbH um eine Konzession bewerben, kündigte Sundermann an. Statt 90 Sportwetten in der Woche könnten dann mehrere tausend Wetten angeboten werden, auch zu Randsportarten.

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