Intesivbetten in Messehalle
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Fast eintausend Intensivbetten hat das Land Hessen als Notreserve zur Verfügung (Symbolbild).

Corona-Fallzahlen

Auslastung der Intensivbetten – Werden die Plätze in Hessen knapp?

  • vonJoel Schmidt
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Die täglich ansteigende Zahl von Corona-Neuinfektionen in Hessen wirft in den sozialen Medien die Frage danach auf, wie es um die Versorgung mit Intensivbetten bestellt ist.

  • Hessen verfügt aktuell über 2.264 betreibbare Intensivbetten.
  • Insgesamt befinden sich 63 Corona-Fälle zur Behandlung in hessischen Krankenhäusern.
  • Die Arbeitsbelastung des Pflegepersonals nimmt in der Corona-Krise zu.

Wiesbaden – Dem bundesweiten Trend der steigenden Corona-Neuinfektionen folgend, nehmen die Fallzahlen auch in Hessen kontinuierlich zu. So sind nach Angaben des Robert Koch-Instituts seit Beginn der Pandemie (RKI) hessenweit 25.440 Bestätigte Infektionen mit dem Corona-Virus erfasst. Während das Corona-Kabinett in Wiesbaden die Debatte um die Aufhebung des hessischen Beherbergungsverbots ganz oben auf seine Agenda gesetzt hat, stellen sich in den sozialen Medien immer mehr Nutzerinnen und Nutzer die Frage, wie es eigentlich um die Auslastung der Intensivbetten im Bundesland bestellt ist.

Trotz steigender Corona-Zahlen: Ausreichend Intensivbetten in Hessen

Wie aus Zahlen der Deutschen interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) hervorgeht, beträgt die Zahl der aktuell (Stand Sonntag, 18.10.) betreibbaren Intensivbetten in Hessen insgesamt 2.264. Darüber hinaus existiert zudem eine Notfallreserve von weiteren 982 Intensivbetten, die innerhalb von sieben Tagen aufstellbar ist. Aktuell sollen nach Informationen des DIVI 1.682 Intensivbetten in Hessen belegt sein. Von den derzeit 63 Covid-19-Fällen, die sich in hessischen Krankenhäusern in Behandlung befinden, werden demnach 34 Patientinnen und Patienten invasiv beatmet. Das entspricht einem Anteil von 53,97 Prozent.

Intensivbetten in Hessen: Pflegenotstand in der Corona-Krise

Die Sorge also, dass Hessen über zu wenig Intensivbetten verfüge und im weiteren Verlauf der Corona-Pandemie ein Engpass drohen könnte, scheint zunächst unbegründet. Interessant wird es jedoch bei der Frage danach, wie es um die Versorgung der Patientinnen und Patienten in den Intensivbetten am Ende des Tages bestellt ist.

Denn ein Pflegenotstand herrscht auch in Hessen nicht erst seit dem Beginn der Corona-Krise. In Krankenhäusern, Pflege- und Altenheimen arbeiten viele Pflegekräfte bereits jahrelang jenseits der Grenze ihrer Belastbarkeit und unter den Bedingungen der Corona-Pandemie werden diese Belastungen nicht geringer - da kann auf den Balkonen noch so viel geklatscht werden. (Von Joel Schmidt mit dpa)

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