Herzchirurg Prof. Klövekorn gewürdigt

Bad Nauheim (buc). Mit einem medizinischen Symposium ist der langjährige Chefarzt und Geschäftsführer der Kerckhoff-Klinik, Prof. Wolf-Peter Klövekorn, in den Ruhestand verabschiedet worden. 18 Jahre lang war der Herzchirurg mit dem renommierten Bad Nauheimer Institut verbunden, von 1993 bis Ende 2003 als Chef der Klinik.

Bad Nauheim (buc). Mit einem medizinischen Symposium ist der langjährige Chefarzt und Geschäftsführer der Kerckhoff-Klinik, Prof. Wolf-Peter Klövekorn, in den Ruhestand verabschiedet worden. 18 Jahre lang war der Herzchirurg mit dem renommierten Bad Nauheimer Institut verbunden, von 1993 bis Ende 2003 als Chef der Klinik. Bis zu seiner Verabschiedung leitete er die Abteilung für Herzchirurgie. Die Deutsche Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG) verlieh ihm am Samstag als Auszeichnung für seine wissenschaftlichen Verdienste, seine Leistungen als Arzt sowie als Herausgeber der Fachzeitschrift der Gesellschaft die Rudolf-Nissen-Medaille.

Klövekorn bedankte sich sichtlich bewegt für die "große Ehre der Auszeichnung". Ihm persönlich bedeute die Verleihung der Nissen-Medaille viel, weil er als junger Arzt den 1981 verstorbenen deutschen Chirurgen jüdischer Abstammung auf einer Veranstaltung selbst erlebt habe. Etwas Besonderes zum Abschied hatten sich Klövekorns ehemalige Mitarbeiter ausgedacht. Sie ließen ein Aquarellbild vom Licher Künstler Bodo W. Klös malen. Neben dem Portrait von Klövekorn sind gezeichnete Herzschnitte und eine Szene aus dem Operationssaal abgebildet.

Moderator des Symposiums war der Leitende Oberarzt und stellvertretende Direktor der Kerckhoff-Klinik, Matthias Roth. Musikalisch umrahmt wurde die Feier von der Sopranistin Barbara Zechmeister (Oper Frankfurt), die von Ulrich Pakusch am Flügel begleitet wurde, sowie dem A-capella-Quartett "Die Schmachtigallen" aus Gießen. Alle Redner hoben gleichsam die große Menschlichkeit von Klövekorn hervor und würdigten ihn in anekdotischen Reden. Von seinen Kollegen und Mitarbeitern werde er ebenso geschätzt wie von seinen Patienten und Wissenschaftlern, immer wieder habe er die jüngeren Mitarbeiter gefördert und ermutigt. Legendär sei seine Aufforderung: "Mach doch mal mit."

DGTHG-Präsident Prof. Friedhelm Beyersdorf lobte die hohe medizinische Qualität und die Aufbauleistung Klövekorns: "Eine Klinik zu leiten ist nicht einfach. Noch anspruchsvoller ist es aber, eine Klinik aufzubauen", betonte er. Die beachtliche Steigerung der Patientenzahl sei Zeichen hoher medizinischer Qualität und dem damit einhergehenden Vertrauen der Patienten. Prof. Konrad Messmer, ehemals Professor am Lehrstuhl für Experimentelle Chirurgie an der Ludwig-Maximilians-Universität München, charakterisierte seinen ehemaligen Schüler als jemanden, der sich durch Intelligenz, Fleiß und Engagement auszeichne.

Ihm sei es wesentlich zu verdanken, dass Bad Nauheim als Herzheilbad einen so überragenden Ruf erhalten habe. Walter Arnold, Staatssekretär a. D. und MdL, übermittelte die Glückwünsche des hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch und ehrte Klövekorn im Namen der Stiftung William G. Kerckhoff Herz- und Rheumazentrum. Unter Klövekorn sei die Klinik zu einem "medizinischen Hochleistungszentrum" geworden.

Klövekorns Nachfolger als ärztlicher Direktor und Geschäftsführer der Kerckhoff-Klinik, Prof. Christian Hamm, blickte auf die Geschichte der Klinik zurück. Klövekorn sei es gelungen, Ängste bei Patienten abzubauen und Vertrauen aufzubauen. Nicht umsonst gebe es unter Ärzte-Kollegen und Pflegern den Standardspruch: "Schick doch mal den Klövekorn vorbei."

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