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Wenn die Eichen wird auf dem Waldfriedhof mit einem biologischen Insektizid zur Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners besprüht werden, sollte eigentlich kein Mensch in der Nähe sein. (Foto: Arne Dedert/dpa)

Beisetzung

Helikopter versprüht Schädlingsmittel über Trauergemeinde

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Ein Helikopter sollte über einem Waldfriedhof in Frankfurt Schädlingsmittel versprühen. Weil er eine Stunde zu früh war, erwischte es eine Trauergemeinde während einer Beisetzung.

Der Einsatz eines Helikopters gegen Raupenschädlinge hat auf einem Frankfurter Friedhof eine Trauergemeinde in die Flucht geschlagen. Der Hubschrauber war eine Stunde zu früh auf dem Waldfriedhof im Stadtteil Oberrad eingetroffen, als eine Urnenbeisetzung noch im Gange war. Der Nebel des Sprühmittels, das eigentlich dem Eichenprozessionsspinner gilt, ging dann über die Trauernden nieder. Es sei niemand verletzt worden, sagte Bernd Roser, Abteilungsleiter im Frankfurter Grünflächenamt, am Donnerstag.

Roser sprach von einer "sehr unglücklichen Situation". Normalerweise werde bei solchen Sprüheinsätzen der Friedhof abgesperrt. Der Hubschrauber habe dort aber früher als geplant mit seinem Einsatz begonnen, da er an anderen Orten mit der Arbeit vorzeitig fertig gewesen sei.

Die Stadt lässt die Eichenkronen aus dem Hubschrauber seit elf Jahren jeweils im Frühling besprühen, um die Ausbreitung des Eichenprozessionsspinners zu verhindern. Die giftigen Raupenhaare gelten für den Menschen als gefährlich.Verwendet wird nach Rosers Angaben beim Sprühen ein biologisches Präparat, das für den Menschen ungefährlich sei. Es sei allerdings ölhaltig und könne Kleidung verschmutzen. Möglicherweise kommt auf die Stadt also noch eine Rechnung der Trauergemeinde zu. "Kann gut sein", sagte Roser. Diese werde man dann aber an die für den Sprüheinsatz zuständige Firma weiterreichen.

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