Handwerkskammer verlieh in Wiesbaden Meisterbriefe

Wiesbaden/Gießen (bf). Der Friedrich-von-Thiersch-Saal im Kurhaus in Wiesbaden war einmal mehr traditionsreicher Veranstaltungsort der zentralen Meisterfeier der Handwerkskammer Wiesbaden, bei der 354 Handwerksmeisterinnen und -meistern aus 16 Handwerksberufen der Meisterbrief überreicht wurde.

Neun Jungmeisterinnen und Jungmeister wurden als Jahrgangsbeste von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble, der die Festansprache hielt, und von Kammerpräsident Robert Werner besonders ausgezeichnet. Unter diesen Besten waren der Maurer- und Betonbauermeister Herbert Rau aus Alten-Buseck und der Rolladen- und Jalousiebauermeister Maximilian Kliem aus Niddatal.

Kammerpräsident Robert Werner würdigte die Leistungen der frisch gebackenen Handwerksmeister und unterstrich die Bedeutung des Meisterbriefes als "das Qualitätssiegel des Handwerks schlechthin", das in seiner Wirkung weit über die üblichen Qualitätszertifikate hinausreiche. Der Meisterbrief als "Großer Befähigungsnachweis" - der im Übrigen in Hessen sogar zum Hochschulstudium berechtigt - sei ein Garantieversprechen und nicht zuletzt die Basis wie das Ergebnis der Aus- und Weiterbildungskultur des Handwerks. Werner zeigte sich überzeugt, dass sich Qualität und Qualifizierung auf Dauer durchsetzen werden. Der Kammerpräsident beglückwünschte ausdrücklich jene Jungmeisterinnen und Jungmeister aus den zulassungsfreien Berufen, die keinen Meisterzwang mehr haben. Gerade diese Jungmeister hätten aber das Prinzip des Meisterbriefes erkannt und nutzten diesen ganz bewusst für ihr berufliches Fortkommen.

In seiner Festansprache machte Bundesinnenminister Dr. Wolfgang Schäuble deutlich, dass das Handwerk eine der wesentlichen Grundlagen des wirtschaftlichen Erfolges in unserem Land sei. Aber auch für die Integration leiste das Handwerk enorm viel. "Wo es auf Leistung und Zuverlässigkeit ankommt, spielen Unterschiede wie Hautfarbe oder Herkunft keine Rolle", so Schäuble.

Das Handwerk sei ein Motor der Integration und somit von unschätzbarem Wert für die freiheitliche Gesellschaft. Der Bundesinnenminister zollte den Jungmeisterinnen und Jungmeister für ihre erbachte Leistung und der damit verbundenen guten Zukunftschancen persönlichen Respekt, weil jeder Meister dreifach qualifiziert sei: Als Spezialist auf seinem Gebiet, als Ausbilder für Generationen junger Lehrlinge und nicht zuletzt als Unternehmer.

Insgesamt nahmen 43 junge Meisterinnen und Meister aus dem Landkreis Gießen im Rahmen der Feier im Kurhaus Wiesbaden ihre Briefe entgegen. Neben dem besonders geehrten Herbert Rau Dachdeckermeister Sebastian Rohm (Buseck) und Mustafa Adigüzel (Gießen), die Elektrotechnikermeister Eric Abel (Gießen), Dennis Adams (Hattenrod), Sven Bachmann, Frank Redling und Thomas Schladitz (Hungen), Markus Dotzauer (Buseck), Marc Hahn, Peter Neumann und Thimo Rieger (Grünberg), Sven Herrmann (Lich), Michael Katzer (Reiskirchen), Fabian Schaum (Biebertal), Daniel Scheidel (Heuchelheim) und Torsten Spengler (Lützellinden), der Feinwerktechnikermeister Florian Lachmann (Wettenberg), die Friseurmeisterinnen Yildiz Eker, Shahla Sarhangzadeh-Azizi und Natali Solayman (Gießen), Anna Erdmann (Grünberg), Alisa Hankel (Pohlheim), Yvonne Hartmann (Langgöns), Angela Pietsch (Heuchelheim) und Larissa Schneider (Lich), die Gold- und Silberschmiedemeisterin Pia Sommerlad (Buseck), die Installateur- und Heizungsbauermeister Alexander Erdmann und Mario Tschysch (Gießen), Alexander Gerhardt (Langgöns), Philip Hofmann (Biebertal) und Marco Kraft (Lollar), die Kraftfahrzeugmechanikermeister Andrej Lening und Roland

Schiel (Lich), der Maler- und Lackierermeister Markus Lippert (Gießen), die Maurer- und Betonbauermeister Andreas Rodt (Grünberg) und Fahmi Saffo (Pohlheim) sowie die Tischlermeister Waldemar Ertmann und Michael Grünwald (Gießen), Christian Glawion (Staufenberg), Steffen Haas (Pohlheim) und Michael Moos (Lollar). Dazu aus Lahnau der Elektrotechnikermeister Mirko Rauber, aus Hohenahr die Friseurmeisterin Kristin Haus und der Maurer- und Betonbauermeister Markus Netz, aus Dutenhofen der Kraftfahrzeugtechnikermeister Torsten Maus, aus Hüttenberg der Tischlermeister Marco Pschierer und die Maler- und Lackierermeister Andrej Funkner und Artur Göbler aus Mücke.

Aus dem Wetterauskreis sind es neben Maximilian Kliem noch folgende 29 neue Meisterinnen und Meister: Die Elektrotechnikermeister Gürcan Amet und Dennis Schwamm (Hirzenhain), Thomas Bechmann (Niddatal), Marco Ganz (Büdingen-Rohrbach), Dennis Haugut (Nidda), Bryan Overheu (Echzell), Benjamin Pabst (Florstadt) und Steffen Schmittberger (Nidda-Eichelsdorf), der Feinwerkmechanikermeister Christian Andreas Irmisch (Echzell), die Friseurmeisterinnen Beat Neubert und Mona Jessica Schmidt (Reichelsheim),

Mari Medeni (Nieder-Weisel) und Cristina Bartesch (Butzbach), der Glasermeister Marcel zur Löwen (Florstadt), die Installateur- und Heizungsbauermeister Christian Heinze (Rockenberg), Torsten Löwe (Rendel), Nico Manz (Butzbach), Marc Müller (Echzell), Jürgen Ruzicka (Wöllstadt), Jens Stamm (Nieder-Weisel) und Florian Will (Ranstadt), der Kraftfahrzeugtechnikermeister Thomas Leichtfuss (Ober-Mörlen), die Maler- und Lackierermeister Marcel Gelfert (Glauburg), Lukas Haumann (Florstadt), Steffen Sauer (Büdingen), Nando Ragusa (Gedern), Matthias Wagner (Echzell), Thomas Euler aus (Eberstadt), Fatih Yildiz (Limeshain) sowie der Tischlermeister Igor Wolkow (Nidda).

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