Handglockenchor Hüttenberg gibt in Singapur 21 Konzerte

Hüttenberg (ür). Zwölf Mitglieder des Handglockenchores Hüttenberg unternehmen Ostern eine große Konzertreise nach Asien. Vom 29. März bis 14. April sind die "Shining Bells" im Stadtstaat Singapur am südlichen Zipfel von Malaysia.

Begleiterin der Jugendlichen ist Simone Steinbach, eine leitende Lehrkraft der Gesamtschule Schwingbach. Ebenso die Chorleiter Conny Neitzel und Jonathan Harfst sowie weitere Personen, die den Aufenthalt organisieren. 21 Konzerte gibt der Chor in Schulen, Kirchen und Firmen des fünf Millionen Einwohner zählenden Landes. Als Kenner Singapurs ist Martin Neitzel mit an Bord, der einige Jahre dort gelebt hat, als seine Eltern im Missionsdienst in Japan tätig waren. Frühere Konzertreisen hatten das Ensemble in die USA geführt, zuletzt 2009.

Zum sechsten "Going away"-Konzert am vergangenen Freitag hieß der Vorsitzende des Vereins Handglockenchor Hüttenberg, Norbert Balzer, rund 200 Besucher im Bürgerhaus in Rechtenbach willkommen. Bürgermeister Christof Heller (CDU) zeigte sich beeindruckt vom musikalischen Können der jungen Leute. Er freue sich über die erneute Zusammenarbeit von Gemeinde und Handglockenchor bei einem Benefizkonzert. Er wünschte dem Chor begeisterte Zuhörer in Singapur und "eine gute Zeit miteinander".

Schulleiterin Monika Hundertmark sagte, die Schule freue sich sehr, dass die Schüler auf eine so große Reise gehen und dabei viele Erfahrungen sammeln können. Erfreulich nannte sie es, dass etliche Schüler über die Schulzeit hinaus dem Spielen der Instrumente treu geblieben sind. Der Chor fördere das Miteinander und die Erkenntnis, unverzichtbarer Teil einer Gruppe zu sein. Denn es dürfe keiner bei den Konzerten fehlen. Es sei spürbar, wie die Musik Menschen bewege, wie Applaus, Anerkennung und Bewunderung den Akteuren schmeichle. Die Schulleiterin erinnerte daran, dass sich die Jugendlichen die Reise zum großen Teil durch Auftritte selbst verdient haben.

Von der Klassik bis ins Heute

Während einer Projektwoche 1993 an der Gesamtschule Schwingbach hatte die US-amerikanische Missionarin Connie Taylor die aus China stammenden Instrumente vorgestellt. Damals war Schulleiter Walter Wallenstein von der Musik begeistert. Aus der Projektwoche mit zwölf Schülern entwickelte sie eine Gruppe, die heute zum festen Nachmittagsangebot der Schule gehört.

So konnte das Publikum am Freitag nicht nur die "Shining Bells" mit ihrem Programm für Asien hören. Auch die acht jüngeren "Diamonds" gefielen. Balzer erinnerte daran, dass der Chor bislang immer westwärts zu großen Konzertreisen aufgebrochen sei, in die USA. Diese Reise sei die erste gen Osten. Steinbach wies darauf hin, dass die Reise nicht nur aus Arbeit bestehe. Es sind Treffen mit zwei dortigen Handglockenchören geplant und gemeinsame Auftritte. An freien Tagen gibt es Ausflüge, etwa zu einer Safari-Nacht im Zoo.

Das Repertoire des Handglockenchores reicht von der Klassik bis zu zeitgenössischer Musik. So erklangen im Bürgerhaus traditionelle amerikanische Weisen, Spirituals, aber eine deutsche Volksweise und Märsche. Besonderen Applaus ernteten die Musiker für ihre Interpretation bekannter Film- und Musicalmelodien. Teilweise betonte der Chor die Musik durch Bilder von Ingrid Bischler auf Großleinwand.

Chormitglieder erläuterten, dass die Glocken eine Erfindung der Chinesen sind und den Weg nach Amerika gefunden haben, wo es viele Handglockenchöre gibt. Harfst stellte die Instrumente mit ihren unterschiedlichen Spielmöglichkeiten vor.

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