Handel für Sonntagsöffnung

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Frankfurt/Wiesbaden- Der Vorstoß von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) für verkaufsoffene Sonntage stößt beim Handelsverband Hessen auf Zustimmung. Um die Kundenfrequenz in den Innenstädten gerade in den Herbst- und Wintermonaten zu entzerren, solle der Handel auch sonntags öffnen dürfen, sagte Verbandspräsident Jochen Ruths: "Die Möglichkeit, auch sonntags die Ladentüren zu öffnen, wird zur Entzerrung und Reduzierung der Personenkontakte führen." So lasse sich die steigende Kundenfrequenz in den Städten verantwortungsvoll lenken. Die hessische Landesregierung hielt sich zu dem Vorstoß zunächst bedeckt.

Laut Verband führt die vorweihnachtliche Zeit auch in der Pandemie zu einem erhöhten Einkaufsvolumen und damit zu einer größeren Frequenz in Geschäften, auf Einkaufsstraßen, in Fußgängerzonen und im öffentlichen Nahverkehr.

Entzerrung im Weihnachtsgeschäft

"Wir haben bewiesen, dass unsere Branche mit der Sonntagsöffnung verantwortungsvoll umgeht und sich die konsequente Umsetzung der eingeführten Maßnahmen in den Ladenlokalen bewährt hat", erklärte Ruths.

Mit Blick auf das Infektionsgeschehen und die zu erwartende Entwicklung in der kalten Jahreszeit solle nicht der allgemeine Sonntagsschutz des Ladenöffnungsgesetzes infrage gestellt werden. Vielmehr müsse die Entzerrung des Weihnachtsgeschäftes im Fokus stehen. Ruths verweist auf die Regelung in Nordrhein-Westfalen. Dort sehe die Verordnung zum Schutz vor Neuinfektionen eine entsprechende Öffnung vor.

Gleichzeitig benötige man die aktive Unterstützung der Landesregierung, die Voraussetzungen dafür zu schaffen. Das zuständige Sozialministerium erklärte auf Anfrage, dass es derzeit keine entsprechende Überlegung gebe. dpa

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