Haftstrafen für "Elysium"-Täter gefordert

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Limburg (dpa/lhe). Für ihre mutmaßliche Führungsrolle beim Betrieb der Kinderpornografie-Plattform "Elysium" sollen vier Angeklagte zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt werden. Das forderte die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Donnerstag vor dem Landgericht Limburg. Die Beweisaufnahme in dem monatelangen Prozess habe die Vorwürfe "vollumfänglich bestätigt", sagte die Anklagevertreterin. Ihre Anträge reichten von drei Jahren und zehn Monaten bis zu neun Jahren Haft für die Männer aus Hessen, Baden-Württemberg und Bayern. Zudem soll gegen einen 63 Jahre alten Angeklagten wegen wiederholten Kindesmissbrauchs Sicherungsverwahrung angeordnet werden. Die Verteidiger der im Wesentlichen geständigen Männer verzichteten teils auf konkrete Anträge, stellten die Strafe "ins Ermessen des Gerichts" oder plädierten auf eine "milde Strafe". In einzelnen Anklagepunkten forderten sie aus Mangeln an Beweisen Freispruch – und wandten sich gegen die Sicherungsverwahrung.

Limburg (dpa/lhe). Für ihre mutmaßliche Führungsrolle beim Betrieb der Kinderpornografie-Plattform "Elysium" sollen vier Angeklagte zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt werden. Das forderte die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Donnerstag vor dem Landgericht Limburg. Die Beweisaufnahme in dem monatelangen Prozess habe die Vorwürfe "vollumfänglich bestätigt", sagte die Anklagevertreterin. Ihre Anträge reichten von drei Jahren und zehn Monaten bis zu neun Jahren Haft für die Männer aus Hessen, Baden-Württemberg und Bayern. Zudem soll gegen einen 63 Jahre alten Angeklagten wegen wiederholten Kindesmissbrauchs Sicherungsverwahrung angeordnet werden. Die Verteidiger der im Wesentlichen geständigen Männer verzichteten teils auf konkrete Anträge, stellten die Strafe "ins Ermessen des Gerichts" oder plädierten auf eine "milde Strafe". In einzelnen Anklagepunkten forderten sie aus Mangeln an Beweisen Freispruch – und wandten sich gegen die Sicherungsverwahrung.

Die Angeklagten sollen "Elysium" im Darknet betrieben oder sich daran beteiligt haben. Die Nutzer hätten sich dort mit Bildern versorgen können. Die Staatsanwaltschaft wirft den Deutschen unter anderem das "öffentliche Zugänglichmachen von kinderpornografischen Schriften" vor, begangen als Bande. Die Männer sollen zudem Kinderpornos gepostet und besessen haben.

Aus Sicht der Staatsanwaltschaft war ein technisch versierter 58-Jähriger aus Baden-Württemberg der "Schöpfer" von "Elysium". Ein 41-jähriger Hesse hatte demnach den zweitgrößten Einfluss. Er soll in seiner Werkstatt im Kreis Limburg-Weilburg den Server betrieben haben. Ein 57-jähriger Baden-Württemberger und ein 63-Jähriger aus Bayern waren der Anklage zufolge Moderatoren. Der Älteste soll zudem zwei Kinder schwer missbraucht haben. Das Gericht will am 7. März die Urteile verkünden.

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