Großes Feuchtgebiet als Rastplatz für die Vögel

Weimar (dpa). Hessen hat am Donnerstag ein großes neues Feuchtgebiet als Rastplatz für Zugvögel bekommen. Verkehrsminister Dieter Posch (FDP) leitete im Lahntal bei Marburg die Flutung einer 4,5 Kilometer langen Senke ein.

Das Renaturierungsprojekt in Argenstein kostet drei Millionen Euro. Es dient als Ausgleichsmaßnahme für den vierspurigen Ausbau der Bundesstraße B 3.

An der Senke mit dem Kunstnamen "ParAllna" (parallel zum Bach Allna) wird auch eine Museumsinsel mit archäologischen Fundstücken aus der Gegend eingerichtet.

Posch sprach von einem gelungenen Projekt, um das es aber auch Konflikte gegeben habe. Es sei überall schwierig, für große Infrastrukturprojekte die entsprechenden ökologischen Ausgleichsmaßnahmen zu planen. Die Anforderungen des Umweltschutzes seien hoch. "Es stellt sich die Frage, ob es nicht an der einen oder anderen Stelle auch mit weniger geht", sagte der Minister.

Der Landrat des Kreises Marburg-Biedenkopf, Robert Fischbach, lobte den unlängst fertiggestellten Ausbau der B 3 zwischen Marburg und Gießen. "Wir spüren, um wie viel kürzer der Weg nach Frankfurt, nach Süden geworden ist." Das Ausgleichsprojekt "ParAllna" sei aber bei der Landwirtschaft anfangs nicht auf Begeisterung gestoßen. Die Bauern vor Ort hatten sowohl für die vierspurige Bundesstraße wie für das neue Feuchtgebiet wertvolle Ackerflächen abgeben müssen.

Der neue künstliche Flusslauf hat flache Schlickufer und soll ein futterreicher Rastplatz für Kraniche und andere Wasservögel sein. Das Feuchtgebiet umfasst 15,4 Hektar Fläche, beim Bau wurden 170 000 Kubikmeter Erde bewegt.

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