Giftige Dämpfe ausgetreten

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Im Industriepark im Frankfurter Stadtteil Griesheim ist am Dienstagmorgen giftiger Salzsäure-Dampf aus einem Lastwagen-Tank ausgetreten. Verletzt wurde niemand, wie das betroffene Unternehmen Weylchem Griesheim GmbH und die Polizei mitteilten. Um kurz nach 4 Uhr wurden in Griesheim und dem angrenzenden Stadtteil Nied erstmals Warnsirenen ausgelöst. Die Werksfeuerwehren Griesheim und Höchst sowie die Frankfurter Feuerwehr bekämpften den Dampf erfolgreich mit Wasser. Das Niederschlagswasser wurde den Angaben zufolge in einem Auffangbehälter zurückgehalten. Der Grund für den Austritt war zunächst nicht bekannt.

Im Industriepark im Frankfurter Stadtteil Griesheim ist am Dienstagmorgen giftiger Salzsäure-Dampf aus einem Lastwagen-Tank ausgetreten. Verletzt wurde niemand, wie das betroffene Unternehmen Weylchem Griesheim GmbH und die Polizei mitteilten. Um kurz nach 4 Uhr wurden in Griesheim und dem angrenzenden Stadtteil Nied erstmals Warnsirenen ausgelöst. Die Werksfeuerwehren Griesheim und Höchst sowie die Frankfurter Feuerwehr bekämpften den Dampf erfolgreich mit Wasser. Das Niederschlagswasser wurde den Angaben zufolge in einem Auffangbehälter zurückgehalten. Der Grund für den Austritt war zunächst nicht bekannt.

Wie das betroffene Unternehmen weiterhin mitteilte, können Salzsäure-Dämpfe beim Einatmen giftig sein und in höherer Konzentration zu Verätzungen der Haut führen. Außerdem drohen Verletzungen an den Augen. Da zunächst unklar war, ob Gefahr für die Bevölkerung besteht, sollten Türen und Fenster geschlossen bleiben.

Menschen wurden aufgefordert, Gebäude aufzusuchen und das Radio einzuschalten. Nach etwa dreieinhalb Stunden gab die Feuerwehr Entwarnung. Die an verschiedenen Stellen vorgenommenen Messungen fielen negativ aus, wie ein Sprecher der Wehr sagte. Sperrungen von Straßen in den Stadtteilen Griesheim und Nied wurden aufgehoben. Von den Sperrungen betroffen war neben dem Autoverkehr auch der öffentliche Nahverkehr. Das sei eine Routinemaßnahme, erklärte ein Polizeisprecher. Die S-Bahn-Haltestellen Griesheim und Nied konnten nicht angefahren werden. Wie der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) im Internet mitteilte, kam es auf den Linien 1 und 2 zu Ausfällen, Verspätungen und Umleitungen. Auf Twitter veröffentlichte die Feuerwehr auch eine Karte mit dem Bereich, der von der Warnung betroffen war.

"Nun steht die Ursachenforschung an. Es kann einfache oder auch komplizierte Gründe für den Austritt des Stoffes geben", sagte ein Unternehmenssprecher. Ihm zufolge befand sich in dem Tank ein Stoff, der nach der Produktion eines Pflanzenschutzmittels übrig blieb. Der Salzsäure-Dampf sei aus einem Leck geströmt, das die Feuerwehr abdichten konnte. Weshalb die entsprechende Stelle undicht war, müsse man herausfinden. Zunächst könne aber noch nicht gesagt werden, bis wann Klarheit über die Umstände herrscht. "Wir sind an einer schnellen Aufklärung interessiert", sagte der Unternehmenssprecher.

Am Morgen hatte es geheißen, ein mit einer flüssigen Chemikalie beladener Lastwagen sei umgekippt. Allerdings stellte sich heraus, dass weder ein Laster noch der Container umgestürzt waren, wie Polizei und Unternehmen mitteilten. "Solche Tanks werden auf Anhängern sicher gelagert und können auch mal für mehrere Tage auf dem Gelände stehen", fügte der Unternehmenssprecher hinzu. Eine Spedition komme in regelmäßigen Abständen, um den Stoff zu entsorgen. Dies sei aber am Dienstagmorgen nicht der Fall gewesen.

Die Sperrung der beiden Stadtteile für den Autoverkehr sowie für den öffentliche Nahverkehr wurden noch am Vormittag aufgehoben, wie die Polizei und der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) mitteilten. Zuvor hatte der RMV im Internet mitgeteilt, dass es auf den Linien 1 und 2 zu Ausfällen, Verspätungen und Umleitungen gekommen war.

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