Gießener Schule nach Amoklauf-Androhung geräumt

Gießen (ta/P). Wegen eines bösartigen Scherzes hatten am Freitagvormittag mehrere hundert Schüler der Ricarda-Huch-Schule zeitweise unterrichtsfrei.

Gegen 9.20 Uhr hatte ein Unbekannter im Sekretariat angerufen und für 10 Uhr einen Amoklauf an der "Ricarda" angedroht. Die Polizei veranlasste daraufhin, dass das Gebäude umgehend geräumt wurde und die Klassenzimmer verschlossen wurden. Nachdem sich nichts tat und bei der Durchsuchung des Gebäudes nichts Verdächtiges gefunden worden war, wurde gegen 11 Uhr Entwarnung gegeben und der Unterricht fortgesetzt. Die Polizei geht davon aus, dass es sich um groben Unfug handelte.

Schnell verbreitete sich hier die Nachricht, dass auch andere Schulen betroffen seien. Zudem, wie bei ungeprüften Gerüchten üblich, verschlimmerten sich auch teilweise die Schilderungen. Wie die Polizei betont, können auch solche vermeintlichen "Scherz-Anrufe" für die Anrufer erhebliche Folgen haben. Die Polizei nimmt dies nicht auf die leichte Schulter und setzt auch einiges daran, die Anrufer zu ermitteln. Für sie kann es dann richtig teuer werden. Neben den erheblichen strafrechtlichen Konsequenzen werden auch die Kosten des Einsatzes in Rechnung gestellt.

Die Polizei bittet im Zusammenhang des bösartigen Anrufs an der Ricarda-Huch-Schule auch um Hinweise. Wer hat Kenntnis über diesen oder solche Anrufe oder kann den Anrufer benennen? Hinweise erbittet die Polizei in Gießen, Tel.: 0641/7006-3755.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare