Lübcke-Prozess

Gericht prüft Tatversionen

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Frankfurt- Im Prozess um den Mordfall Lübcke hat ein weiterer ehemaliger Verteidiger des Hauptangeklagten zur Frage ausgesagt, wie dessen widersprüchliche Aussagen zur Tat zustande gekommen sind. Der Jurist aus Kassel sagte vor dem Oberlandesgericht Frankfurt am Main, die ersten beiden Geständnisse gingen auf die Beratung verschiedener Anwälte zurück. Ernst soll im Juni 2019 aus rechtsextremistischen Motiven Kassels Regierungspräsident Walter Lübcke erschossen haben. In einem ersten Geständnis nach seiner Verhaftung räumte Ernst die Tat ein. In einem zweiten bezeichnete er den Mitangeklagten Markus H. als Schützen. In einem dritten Geständnis vor Gericht räumte er die Tat ein, belastete aber auch H., der ihn begleitet habe.

Ernsts aktueller Pflichtverteidiger Mustafa Kaplan hatte am Montag ausgesagt, der frühere Verteidiger Frank Hannig habe ihm gegenüber erklärt, sich Teile des zweiten Geständnisses ausgedacht zu haben.

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