Geopark-Konzept hat oberste Priorität

Wetzlar/Hüttenberg (ür). Innerhalb von zwei Jahren hat die Region Lahn-Dill-Wetzlar 500 000 Euro Fördergelder nach Mittelhessen geholt. Bis Ende 2010 sollen weitere 300 000 Euro in die Region fließen.

Wetzlar/Hüttenberg (ür). Innerhalb von zwei Jahren hat die Region Lahn-Dill-Wetzlar 500 000 Euro Fördergelder nach Mittelhessen geholt. Bis Ende 2010 sollen weitere 300 000 Euro in die Region fließen. Das gab der Vorsitzende des Vereins Region Lahn - Dill - Wetzlar, der Hüttenberger Bürgermeister Dr. Manfred Schmidt, dieser Tage im Rathaus in Rechtenbach bekannt. Der Verein hatte sich 2007 gegründet, um aus Förderprogrammen der Europäischen Union und des Landes Hessen für den ländlichen Raum Gelder in den heimischen Raum zu holen.

In Hessen gibt es insgesamt rund 20 Regionen, die sich an den Förderprogrammen beteiligen. Zur Region Lahn - Dill - Wetzlar gehören die elf Städte und Gemeinden Aßlar, Braunfels, Breitscheid, Driedorf, Greifenstein, Hüttenberg, Lahnau, Leun, Solms, Schöffengrund und Waldsolms sowie die Wetzlarer Stadtteile Blasbach, Dutenhofen, Garbenheim, Hermannstein, Münchholzhausen, Nauborn, Naunheim und Steindorf.

Stellvertreter von Bürgermeister Dr. Manfred Schmidt im Vorstand ist der Erste Kreisbeigeordnete Wolfgang Hofmann. Zuständig für die Antragsannahme und -bearbeitung ist das Amt für den ländlichen Raum in Wetzlar.

Seit dem Jahre 2007 ist Lahn-Dill-Wetzlar als so genanntes LEADER-Gebiet anerkannt. Der Verein wird bis 2013 rund 1,6 Millionen Euro an Fördergelder weitergeben können. Von der ersten halben Million Euro wurden unter anderem die Erweiterung der Sternwarte in Burgsolms sowie der Ausbau des Lahntalwanderweges und des Hugenottenpfades unterstützt.

Unter Moderation des Regionalplaners Josef Bühler aus Aulendorf bei Ravensburg haben die Vereinsmitglieder bei einer Klausur neue Prioritäten erarbeitet. Angesichts der Folgen der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise auch in Mittelhessen will der Verein Projekte voranbringen, die Arbeitsplätze in der Region schaffen.

ErstePriorität hat der Geopark in der Region Westerwald-Lahn-Taunus. Zu diesem Konzept gehören zum Beispiel das Besucherbergwerk Grube Fortuna in Solms-Oberbiel, das Römerforum in Waldgirmes und die Breitscheider Höhlen. Ferner wurden der touristische Ausbau allgemein und die Förderung von Kleinstbetrieben bis zehn Mitarbeitern bei den förderungswürdigen Projekten weit oben angesiedelt.

Nach Angaben von Regionalmanager Günter Schwab könnten jetzt wieder Mittel bewilligt werden. Deshalb seien Kleinstunternehmen, Existenzgründer, Landwirte, Vereine, Verbände und Kommunen aufgerufen, sich darum zu bewerben.

13 Projekte wurden laut Schwab bereits vom Vorstand für die Förderung empfohlen. Bis Ende 2010 sollen weitere 30 folgen. Eva-Susanne Götz vom "Amt für den ländlichen Raum" in Wetzlar lobte die gute Vorstandsarbeit. Das Amt ist nicht nur zuständig für die Prüfung der Projekte sondern informiert auch über Fördermöglichkeiten. Geplant ist eine weitere Sitzung Anfang des nächsten Jahres mit allen Bürgermeistern der Region, um über die Ergebnisse der Klausur zu sprechen und konkrete Schritte einzuleiten.

Informationen oder Beratungen zu den Fördermöglichkeiten gibt es bei Regionalmanager Günter Schwab in Wetzlar, Georg-Friedrich-Händel-Str. 5, unter der Rufnummer 06441/407-1758 und per Mail schwab@lahn-dill-wetzlar.de

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