Geopark ist (fast) startklar

Wetzlar/Limburg (pm). Am 1. April fällt der offizielle Startschuss für den Geopark Westerwald-Lahn-Taunus. Amtlich besiegelt haben dies fünf Landräte am Mittwoch in Limburg.

Wolfgang Schuster (Lahn-Dill-Kreis), Günter Kern (Rhein-Lahn-Kreis), Achim Schwickert (Westerwaldkreis), Michael Lieber (Kreis Altenkirchen) und Manfred Michel (Limburg-Weilburg) wollen gemeinsam neue Potentiale erschließen und vermarkten, um dadurch die touristische Attraktivität zu erhöhen und aktive Wirtschaftsförderung für die Region zu betreiben.

Die Meßlatte für die Zukunft liegt hoch: Im ersten Schritt wird eine Zertifizierung als "Nationaler Geopark" und möglichst als "Int. Geopark" angestrebt. Langfristig will man auf das Label "UNESCO-Geopark" hinarbeiten. Bei erfolgreicher Anerkennung bedeutet das: Diese Landschaft ist geowissenschaftlich archäologisch, historisch und kulturell überregional bedeutsam. Wie aus einer Idee Wirklichkeit wird, erläutert ein Konzept, das mit finanzieller Unterstützung der betroffenen Bundesländer, der beteiligten Kreise sowie des Naturparks Lahn-Dill-Bergland erstellt wurde. Das Institut für Organisationskommunikation (IFOK) aus Bensheim hat darin Möglichkeiten aufgezeigt, den Blick in die Erdgeschichte erlebbar zu machen. Neue Wege der Zusammenarbeit, die Themen Erlebnispädagogik, Geotage für Familien und Geopark-Führungen spannend und lebendig zu gestalten, sollen beschritten werden.

Das funktioniert nur mit dem Engagement von Wirtschaft, Kommunen, Kreisen, Wissenschaft, Bildungsträgern sowie lokaler Aktionsgruppen und engagierten Privatpersonen. Ein hoher Anspruch an die Qualität steht dabei im Vordergrund. Die Geschäftsstelle, in der alle Fäden zusammen laufen, wird bei der Fremdenverkehrs-Marketing GmbH (FMG) Weilburg angesiedelt.

Die Landräte haben zu den Aufgaben einer Geschäftstelle konkrete Vorstellungen: Geoerlebnistage, Umweltbildungsangebote, themenspezifische Wanderung, Ausflüge und Exkursionen, Geopark-Führungen, Bergbaulehrpfade, thematische Rundrouten, Geowanderpfade, Geotrails (Mountain-Bike), Pauschalangebote müssen entwickelt werden. Zudem wird von dort aus zukünftig eng mit den zehn Geopark-Infozentren (Bergbaumuseum Bad Ems, Bergbaumuseum des Kreises Altenkirchen, Landschaftsmuseum Westerwald, Besucherbergwerk Grube Fortuna, Breitscheider Herbstlabyrinth, Keramikmuseum Westerwald, Kubacher Kristallhöhle, Lahn-Marmor-Museum, Loreley-Besucherzentrum, Stöffel-Park), den Ansprechpartnern der Kreise sowie anderen Akteuren zusammengearbeitet. Die Infozentren sind mit Ausstellungen und Erlebnisprogrammen rund um den Geopark Westerwald-Lahn-Taunus zentrale Anlaufstellen.

Sie vertreten als thematische Eingangstore jeweils ein Schwerpunktthema aus dem Bereich Marmor, Basalt, Ton oder Erze. Die Einbindung in das Netz der zertifizierten Wanderwege (Rheinsteig, Westerwaldsteig, Lahn-Dill-Berglandpfad und Lahnwanderweg) wird erfolgen.

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