Einen Sonderpreis gab es für Familie Görg für den Vorgarten in Bad Nauheim.
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Einen Sonderpreis gab es für Familie Görg für den Vorgarten in Bad Nauheim.

Geheimnisvoll und romantisch

  • Burkhard Bräuning
    vonBurkhard Bräuning
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Es war ein Versuch, und er ist geglückt. Vor ein paar Tagen wurden die Preise an die Sieger unseres Gartenwettbewerbs überreicht. Die Beteiligung war enorm, und die Gewinner waren sichtlich erfreut. Heute stellen wir die Sieger im Bereich Ziergärten vor.

Für die Jury war es harte Arbeit: Mehr als 1000 Fotos mussten gesichtet und die dazugehörigen Texte gelesen werden. Das kostete Zeit. Die haben die Juroren Christine Schwarzer, Marco Seidl und Walter Reber aber gerne gegeben. Sie lobten die "grünen Paradiese" aller Teilnehmer.

Im Bereich Ziergärten wurde Johannes Krämer auf Platz 3 gewählt. Über den Garten der Familie schreibt er: "Den in drei Zonen eingeteilten Garten betritt man über einen geschwungenen Rasenweg. Von dort gelangt man in die mittlere Zone. Eine Rasenfläche, die umgeben ist von Sträuchern, und deren Abschluss ein Ahornbaum ziert. Hinter dem Ahornbaum liegt die hintere Zone. Hier findet man an heißen Tagen Schatten und Ruhe. Man ist umgeben von Rosen und zudem vom restlichen Teil des Gartens auch etwas abgeschirmt. Den vorderen Teil betritt man durch einen wunderschönen Rosenbogen. Dieser Bereich ist der lebendige Teil. Hier gibt es einen sehr naturnah angelegten Teich mit Fischen, Fröschen und einem beruhigenden Wasserfall, und zahlreiche blühende Pflanzen. Ein Strandkorb lädt zum Verweilen ein. Dort kann man sich ausruhen, sonnen, nichts tun oder einfach nur auf den Teich schauen. Je länger man in diesem Teil des Gartens verweilt, umso mehr Neues entdeckt man, wie Blumen, Bie nen, Libellen, Vögel und sonstige Insekten und Tiere. Von hier kann man den Garten über Treppenstufen zur höher gelegenen Terrasse verlassen - wenn man das überhaupt möchte."

Auf Platz zwei wurde von der Jury der Garten von Juliane Fornfeist und Harald Horpinitsch gewählt. Ihr Text ist eine kleine Liebeserklärung: "Unser Garten ist klein und hat lehmigen Boden mit vielen Steinen. Gemüse anzubauen, haben wir daher schnell verworfen bzw. dieses auf eine Kräuterspirale, ein Tomatenhaus und ein Hochbeet beschränkt. Vor unserer Terrasse, die im Sommer reichlich mit Kübelpflanzen bestückt ist, liegt unser kleiner Teich mit Miniwasserfall. Die den Teich umgebende Rabatte explodiert im Frühling förmlich in einem Farbenrausch.

Im Süden wird das Grundstück von blühenden Bäumen und Sträuchern begrenzt. In deren Schatten wachsen Funkien, Lungenkraut, Hortensien und zahlreiche Farne, deren verschiedene Blattformen uns jedes Jahr aufs Neue faszinieren. Die Trockenmauer, die unseren Garten umgibt, ist bewachsen mit Hauswurz, Blaukissen, Kissenphlox und Mittagsblumen.

Eine weitere Passion sind unsere Rosen, deren Ranken zum Teil mit den Zweigen der Bäume verwoben sind. Unter dem grünen Dach einer Hängeulme lädt im Hochsommer eine Liege ein. In unserem Garten gibt es jeden Tag Neues zu entdecken, er sieht jedes Jahr anders aus, er ist wild, geheimnisvoll und romantisch."

Und schließlich die Sieger im Bereich Ziergärten. Ihr Text ist kurz, aber ihr Garten hat die Jury überzeugt:

"Unser Garten ist in Mücke- Flensungen und grenzt direkt an einem ehemaligen Erz-Waschteich an. Somit haben wir den Garten naturnah gestaltet und einen fließenden Übergang in den angrenzenden Wald. Der Garten ist für Vögel ein Paradies, da wir einen. Bachlauf und Teich integriert haben."

Bleibt noch die Familie von Loreta Görg aus Bad Nauheim, die eine Sonderpreis für ih- ren Vorgarten gewonnen hat. Sie schreibt: "Unser Vorgarten: Seit fast drei Jahren wohnen wir in unserem Eigenheim. Vom Vorbesitzer haben wir den Vorgarten als Rasenflä- che übernommen. Mehr war auch mit kleinem Aufwand schwer möglich, da sich unter einer dünnen Erdschicht Schotter und Bauschutt befanden. Egal, wie teuer die Gartenmöbel sind, die wahre Gemütlichkeit kann nur durch eine üppige und farbenfrohe Pflanzenpracht erreicht werden. So denkend, beschlossen wir die langweilige Rasen- fläche in einen für uns an-sprechenden Vorgarten zu ändern. Nachdem der Bauschutt und der Schotter mühsam ausgegraben, entsorgt und durch Muttererde ersetzt wurde, haben wir die für den Standort passenden sonnenliebenden Pflanzen ausgewählt. Einfach, farblich abgestimmt, romantisch, klassisch. Das Wegschaffen des Bauschutts hat sich aus unserer Sicht gelohnt!"

Dieser Meinung war auch die Jury, die sich gemeinsam mit dem Verlag bei allen Teilnehmern sehr herzlich bedankt.

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