»Geben Sie dem Wild die nötige Ruhe«

Nidderau (pm). In Waldgebieten mit intensiver Naherholung sind die Wildtiere in den Wintermonaten besonderen Gefahren ausgesetzt. Wenn Erholungssuchende anstatt auf den befestigten Wegen zu bleiben, quer durch den Winterwald wandern, und noch freilaufende Hunde dabei haben, führt dies zu Dauerstress bei den Tieren. Dies gilt ebenso für die freien Felder.

Nidderau (pm). In Waldgebieten mit intensiver Naherholung sind die Wildtiere in den Wintermonaten besonderen Gefahren ausgesetzt. Wenn Erholungssuchende anstatt auf den befestigten Wegen zu bleiben, quer durch den Winterwald wandern, und noch freilaufende Hunde dabei haben, führt dies zu Dauerstress bei den Tieren. Dies gilt ebenso für die freien Felder.

Die örtliche Jägerschaft habe hierauf bereits reagiert und den Jagdberieb zum größten Teil eingestellt, um dem Wild die nötige Ruhe zu geben. Die Beunruhigung durch die sonstigen Waldnutzer habe aber fatale Folgen für das Schalenwild, so der Leiter des Hegerings Nidderau, Hans Herrmann.

Die Wildtiere würden zum Teil dauerhaft aus ihren Schlaf- und Ruhestätten vertrieben und könnten ihre gewohnten und im Winter dringend benötigte Ruhephasen nicht einhalten. Durch den erhöhten Energieverbrauch, der bei einem Reh von 80 bis auf 240 Pulsschläge in der Minute steigen kann, fange das Schalenwild - Rehe und Hirsche - an, vermehrt jungen Bäume die Triebe abzubeißen oder die Rinde abzuschälen. »Dies hat zur Folge, dass durch die Forstwirtschaft die Abschusszahlen dieser Arten ständig erhöht werden und durch die Jägerschaft erfüllt werden müssen.

« Um dem Wild zu helfen, diesen Energieverbrauch zu kompensieren, bestehe die Möglichkeit einer Wildfütterung. Diese sei in Hessen jedoch erst ab dem 1. Januar ohne Ausnahmegenehmigung möglich - für diesen Winter mit seinen hohen Schneelagen und langen Frostperioden wäre jedoch dem Wild eine frührer Fütterung zu wünschen gewesen, so Herrmann. In den Höhenlagen des Harzes zum Beispiel seien sogar von Behördenseite aus ein Jagdverbot und ein Fütterungsgebot erlassen worden.

Deshalb appelliert die Nidderauer Jägerschaft dringend an alle Waldnutzer: »Geben Sie dem Wild die nötige Ruhe, nutzen Sie die befestigten und ausgewiesenen Feld- und Waldwege, lassen Sie Ihre Hunde bitte an der Leine.«

Da Wild insbesonders in den frühen Morgen- und Abendstunden aus dem Wald auf die freien Felder wandere, sollten die Menschen versuchen, ihre Erholungssuche außerhalb dieser Zeiten zu legen, so der Leiter des Hegerings abschließend.

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