Fünf Jahre Haft für Todesraser

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Das Landgericht Frankfurt hat am Montag einen Autofahrer wegen Totschlags und Straßenverkehrsgefährdung zu fünf Jahren Haft verurteilt. Er hatte im April 2015 auf der Mainuferstraße in Schwanheim mit 142 statt 70 Stundenkilometern zwei rote Ampeln überfahren. An einer Autobahnabfahrt war er mit dem Fahrzeug eines 43-Jährigen zusammengestoßen, der Mann starb noch am Unfallort. Der Unfallverursacher ist inzwischen 24 Jahre alt, damals war er erst 20. Daher wurde vor der Jugendstrafkammer verhandelt. Das Gericht wertete den Vorfall zwar nicht als illegales Wettrennen, wohl aber als "spontanes Imponiergehabe". Den Tod anderer Verkehrsteilnehmer habe der Fahrer billigend in Kauf genommen.

Das Landgericht Frankfurt hat am Montag einen Autofahrer wegen Totschlags und Straßenverkehrsgefährdung zu fünf Jahren Haft verurteilt. Er hatte im April 2015 auf der Mainuferstraße in Schwanheim mit 142 statt 70 Stundenkilometern zwei rote Ampeln überfahren. An einer Autobahnabfahrt war er mit dem Fahrzeug eines 43-Jährigen zusammengestoßen, der Mann starb noch am Unfallort. Der Unfallverursacher ist inzwischen 24 Jahre alt, damals war er erst 20. Daher wurde vor der Jugendstrafkammer verhandelt. Das Gericht wertete den Vorfall zwar nicht als illegales Wettrennen, wohl aber als "spontanes Imponiergehabe". Den Tod anderer Verkehrsteilnehmer habe der Fahrer billigend in Kauf genommen.

Der Bundesgerichtshof hatte den zweiten Prozess Anfang vergangenen Jahres veranlasst, indem er der Revision der Staatsanwaltschaft stattgegeben hatte. Im Dezember 2016 war der Unfallfahrer noch zu drei Jahren Jugendstrafe verurteilt worden – wegen fahrlässiger Tötung und Straßenverkehrsgefährdung, die BGH-Richter sahen in dem Verhalten aber Anhaltspunkte für einen bedingten Tötungsvorsatz.

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