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Rund 700 Leute kamen zur Gegendemonstration.

Friedlicher Demo-Sonntag mit riesigem Polizeiaufgebot

Gießen (mö/srs/fd). Ein Großaufgebot hatte die Polizei am Demo-Sonntag rund um den Bahnhof aufgefahren. Maximal 30 Anhänger der sogenannten "Anti-IS-Demo" waren gekommen. Die Gegendemo "Gegen Pegida und Co." war deutlich größer. 

Nach Polizeiangaben bis zu 700 Leute hatten sich am Mittag zur Gegendemo auf der Fläche der neuen Kurzzeitparkplätze vor dem Bahnhof zusammengefunden. Es gab zahlreiche Reden und Musik. Mitglieder unterschiedlichster Organisationen, Parteien und Gewerkschaften waren vor Ort. Das Motto: "Gegen Pegida und Co."

Sie waren gekommen, um gegen die sogenannte "Anti-IS-Demo" zu demonstrieren. Deren Anhängerschaft beschränkte sich auf höchstens 30 Leute, einige jedoch augenscheinlich aus der Hooligan-Szene. Sie wurden direkt auf dem Bahnhofsvorplatz gesammelt. 

Immer wieder beschimpften sich Anhänger beider Gruppen im Laufe des Tages. Dennoch konnte die Polizei am späten Sonntagnachmittag einen friedlichen Ablauf des Demotags vermelden. 

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Im Bahnhofsgebäude selbst merkte man vom Trubel derweil wenig. Am Vormittag hatte die Polizei die Halle mit Spürhunden abgesucht. Über dem Platz kreiste am Demo-Sonntag ein Polizeihubschrauber.

Letztlich zog keine der beiden Demo-Gruppen durch die Innenstadt. Die Anhänger der sogenannten "Anti-IS-Demo" packten bereits gegen 14.45 Uhr - eine Dreiviertelstunde nach offiziellem Beginn der Veranstaltung - ihre Sachen und zogen ab. Bald darauf löste sich auch die Gegendemo "Gegen Pegida und Co." auf.

Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz sprach von einem "deutlichen Zeichen für ein tolerantes und weltoffenes Gießen". 

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