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Fresenius investiert 100 Millionen Euro

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Friedberg/Bad Homburg (dpa). Der Medizinkonzern Fresenius SE erweitert seine Spezialnahrungssparte und investiert dafür rund 100 Millionen Euro am Standort Friedberg.

Friedberg/Bad Homburg (dpa). Der Medizinkonzern Fresenius SE erweitert seine Spezialnahrungssparte und investiert dafür rund 100 Millionen Euro am Standort Friedberg. Grund für den Ausbau in den kommenden drei Jahren sei die steigende Nachfrage nach Sonden- und Trinknahrung für Patienten, die nur unzureichend oder gar nicht essen könnten, teilte Fresenius am Dienstag in Bad Homburg mit.

Die 100-prozentige Fresenius-Tochter Kabi gehört nach eigenen Angaben in diesem Segment in Europa, Asien und Lateinamerika zu den führenden Anbietern. Die Fresenius Kabi AG stellt intravenös zu gebende Nachahmer-Medikamente ebenso her wie Spezialnahrung und Infusionslösungen. Mit dem Neubau der Produktionsanlage für Ernährungsprodukte in Friedberg soll noch im laufenden Geschäftsjahr begonnen werden. Auch das Logistikzentrum werde erweitert. Die Baumaßnahmen sollen 2012 abgeschlossen sein. In Friedberg produziert Fresenius Kabi bereits seit 1997 Infusionslösungen. Dort arbeiten derzeit rund 640 Beschäftigte. Mit der neuen Produktionsstätte soll die bisher am nahen Konzernsitz in Bad Homburg ansässige Anlage für Spezialnahrung verlagert werden, wo rund 150 Menschen beschäftigt sind. Sie können in die neue Betriebsstätte wechseln.

Der hessische Ministerpräsident Roland Koch (CDU) zeigte sich sehr erfreut über die Investitionspläne. »Das ist ein unglaublich starkes Signal für den Wirtschafts- und Produktionsstandort Hessen - gerade in Zeiten wie diesen«, sagte Koch laut einer Mitteilung. »Fresenius bekennt sich damit klar und deutlich zum Standort Hessen / Rhein-Main. Das sichert Arbeitsplätze, hält Knowhow und Innovationskraft in unserer Region.«

Fresenius SE ist ein weltweit tätiger Gesundheitskonzern, dessen größte Sparte, der Dialyse-Spezialist Fresenius Medical Care wie die Mutter im Börsenindex DAX notiert ist. Im Geschäftsjahr 2008 erzielte Fresenius SE einen Umsatz von rund 12,3 Milliarden Euro.

Zum 31. März 2009 beschäftigte der Konzern weltweit rund 127 000 Mitarbeiter. Davon entfielen gut 21 400 Beschäftigte auf Fresenius Kabi. Im Geschäftsjahr 2008 erzielte die Tochter einen Umsatz von gut 2,5 Milliarden Euro und erwirtschaftete ein operatives Ergebnis von 443 Millionen Euro.

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