Freilichtmuseum verzeichnete 265 000 Besucher

Neu-Anspach (pm). Die Saison 2008 war für den Hessenpark trotz eines leichten Besucherrückgangs erfolgreich. Die neuen Angebote aus dem Bereich Museumstheater, Ausstellungen sowie viele attraktive Veranstaltungen wurden von den Besuchern breit angenommen. Rund 180 000 Besucher hinter der Museumskasse konnte das Freilichtmuseum in diesem Jahr verzeichnen. Im Vergleich zu 2007 liegt der Rückgang der Besucherzahlen bei etwa 14,3 Prozent.

Neu-Anspach (pm). Die Saison 2008 war für den Hessenpark trotz eines leichten Besucherrückgangs erfolgreich. Die neuen Angebote aus dem Bereich Museumstheater, Ausstellungen sowie viele attraktive Veranstaltungen wurden von den Besuchern breit angenommen. Rund 180 000 Besucher hinter der Museumskasse konnte das Freilichtmuseum in diesem Jahr verzeichnen. Im Vergleich zu 2007 liegt der Rückgang der Besucherzahlen bei etwa 14,3 Prozent. Wegen der Sanierung des Weges, der vom Museumseingang in die Baugruppe Mittelhessen führt, kam es am Jahresanfang zu erheblichen Einschränkungen für die Museumsbesucher. In den restlichen Monaten sind die Zahlen weitgehend konstant geblieben.

"Wir sind zuversichtlich, dass wir die Besucherzahlen 2009 wieder steigern können", so die Geschäftsführung des Museums. Die Anzahl der Gäste im Markplatzbereich liegt bei 85 000 Besuchern (ein Zuwachs von 20 000 Personen im Vergleich zu 2007). Veranstaltungen wie "Die Brüder Grimm im Hessenpark", "Käsefest", "Hessenpark Open Air" oder der historisch-ländliche Weihnachtsmarkt ziehen vermehrt Interessenten auf den Marktplatz. Viele nutzen aber auch die Möglichkeit eines Einkaufsbummels auf dem Marktplatz verbunden mit einem Besuch der Gastronomie. Damit ergibt sich eine Gesamtzahl von 265 000 Besuchern.

2008 wurde mit den umfassenden Sanierungsmaßnahmen fortgefahren. In einzelnen Bauabschnitten wird die Gesamtheit der historischen Gebäude saniert. In diesem Jahr wurde der erste Bauabschnitt fertig gestellt: Er umfasste den Weg vom Museumseingang bis in die Baugruppe Mittelhessen hinein sowie die Häuser auf der linken Seite des Weges. Eines der ersten Häuser, bei dem die Sanierung abgeschlossen wurde, war das Haus aus Eisemroth: dort wird gezeigt, wie die Bewohner 1928 lebten; das Haus kann nun optimal für die Vorführungen der "Historischen Hausfrauenarbeit wie 1928" genutzt werden. Zurzeit werden in einem zweiten Bauabschnitt in der Baugruppe Mittelhessen die Häuser rund um den Dorfplatz saniert. Im Frühjahr 2008 wurden zudem die Arbeiten an der neuen Kanalisation und dem Weg von der Kasse bis hin zur Kirche aus Lollar erfolgreich beendet. Die neue Pflasterung nach historischem Vorbild sorgt nun für mehr Bequemlichkeit beim Besuch des Museums.

Seit Herbst verfügt das Museum nun über 483 Parkplätze für Pkw und 14 Stellplätzen für Busse. Bei Bedarf kann die Zahl der Parkplätze durch die Nutzung eines Sonderparkplatzes erweitert werden. 2008 wurde außerdem mit dem Wiederaufbau der Scheune aus Asterode begonnen. Nach ihrer Fertigstellung 2009 wird die Scheune als Ausstellungsgebäude genutzt. Der über 300 Quadratmeter fassende Ausstellungsbereich wird sich über drei Etagen erstrecken und bietet Raum für wechselnde Ausstellungen.

Das neue theaterpädagogische Angebot des Freilichtmuseums stieß auf ein sehr positives Echo. Viele Besucher nutzten die Schauspiel- und Kostümführungen, um mit "Rudi, dem Landbriefträger", dem "Kräuterweiblein Marie" oder "Wachmann Paul" das Museum von einer anderen Seite kennen zu lernen. Auch der erste Museumstheater-Tag begeisterte: der gesamte Hessenpark wurde zur Kulisse einer inszenierten Zeitreise, bei dem bestimmte Ereignisse dargestellt werden. Der Besucher befindet sich mitten im Geschehen. Wegen des guten Erfolges werden die Angebote aus dem Bereich Museumstheater 2009 weiter ausgebaut. Neben fünf größeren Museumstheater-Tagen wird es wieder Schauspiel- und Kostümführungen sowie kleinere Aktionen im Rahmen einzelner Veranstaltungen geben.

2008 waren im Gemäldehaus aus Gemünden / Wohra Ausstellungen mit Bildern des Landschaftsmalers Hans von Volkmann, Fotografien von Dr. Paul Wolff und Arbeiten von Franz Frank zu sehen. Gut besucht waren auch Brauchtumsveranstaltungen wie etwa das Erntefest. Allein 11 000 Personen registrierte man zum Pflanzenmarkt im Mai. Ein fester Bestandteil des Jahresprogramms sind die Familientage, die mit vielen Mitmach-Aktionen und Vorführungen Einblicke in die jeweilige Themenwelt gewähren. Als Publikums-Magneten erwiesen sich z. B. auch Veranstaltungen wie der Märchentag oder der Treckertreff mit Kartoffeldämpfen.

Auch die ausgebaute Kooperation mit den Brüder Grimm Märchenfestspielen verlief sehr erfolgreich. An zwei Tagen wurden insgesamt drei Vorstellungen "Der gestiefelte Kater" auf dem Marktplatz geboten. Alleinstellungsmerkmal der Aufführungen ist, dass die Häuser des Hessenparks bespielt werden und zur Kulisse für die Märchen aus der Grimmschen Sammlung werden. Wegen des Erfolges wird die Kooperation weitergeführt.

"In den nächsten Jahren wird sich baulich und inhaltlich noch einiges tun. Am Ende steht ein Erlebnis Freilichtmuseum Hessenpark," erläuterte Geschäftsführer Dr. Peter Janisch. Nun heißt es die kommende Saison vorzubereiten, die mit einer Neuerung beginnt. Im Rahmen der Winteröffnung wird das Freilichtmuseum schon im Januar seine Pforten für die Besucher öffnen. Bis Ende Februar können Spaziergänger und Naturliebhaber den winterlichen Hessenpark bei reduzierten Eintrittspreisen erkunden, denn die Häuser bleiben in dieser Zeit geschlossen. Ab März wird das Museum dann wieder in vollem Umfang geöffnet sein.

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