Freie Mitarbeit in Physiopraxis auch beitragspflichtig

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Darmstadt- In einer Praxis tätige Physiotherapeuten gelten dann als abhängig beschäftigt, wenn sie in die Praxisorganisation eingebunden sind und kein eigenes Unternehmerrisiko tragen. Das entschied das Hessische Sozialgericht in Darmstadt im Streit um Sozialversicherungsbeiträge. Das entsprechende Urteil wurde am Dienstag veröffentlicht.

Der Hintergrund ist ein Streit um entsprechende Beiträge im Kreis Offenbach. Dort hatte eine Physiotherapeutin laut Gericht mit einer Praxisinhaberin einen Vertrag als freie Mitarbeiterin geschlossen. Die Therapeutin habe sich nicht an Praxiskosten beteiligt und kaum Material auf eigene Kosten besorgt. Die von ihr durchgeführten Behandlungen seien über die Praxis abgerechnet worden, die 30 Prozent des jeweiligen Abrechnungsbetrages einbehielt.

Die Deutsche Rentenversicherung stellte auf Antrag der Therapeutin fest, dass diese abhängig beschäftigt und damit sozialversicherungspflichtig sei. Zur Begründung des Urteils führten die Richter unter anderem an, der Erstkontakt zu den Patienten sei immer über die Praxis gelaufen und diese seien vertraglich auch nur mit der Praxis verbunden gewesen.

Maßgeblich sei außerdem, dass die Therapeutin kein Unternehmerrisiko getragen habe, weil sie nicht an den laufenden Kosten beteiligt gewesen sei. Eine Revision wurde nicht zugelassen. dpa

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