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Frankfurt, Offenbach und vielen anderen großen Städten in Hessen drohen Probleme im Busverkehr. Die bei Verdi organisierten Busfahrer haben sich mit überwältigender Mehrheit für einen unbefristeten Streik ausgesprochen. (Symbolbild)

Tarifverhandlungen gescheitert

Busfahrer-Streik in Hessen schon kommende Woche

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  • Kerstin Kesselgruber
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Ein unbefristeter Streik in Hessen? Der wird jetzt sehr wahrscheinlich. Die Gewerkschaft Verdi hat die Tarif-Verhandlungen für gescheitert erklärt.

  • Die Busfahrer in Hessen haben bereits Ende Oktober und Anfang November gestreikt
  • Zahlreiche Busse in Frankfurt, Offenbach und anderen Städten fielen aus
  • Sie wollen Druck in den Tarifverhandlungen mit den privaten Busunternehmern ausüben
  • Jetzt drohen erneut Bus-Streiks in Frankfurt (Hessen)
  • 99 Prozent der Busfahrer haben sich für unbefristete Streiks ausgesprochen
  • Alle Infos im Überblick zur Situation in Frankfurt und Hessen
  • Verdi lehnt Angebot der LHO ab

Update vom Donnerstag, 14.11.2019, 18.36 Uhr: In der fünften Runde hat die Gewerkschaft Verdi die Tarifverhandlungen am Donnerstag (14.11.2019) für gescheitert erklärt. Somit stehen möglicherweise in der nächsten Wochen viele Busse in Hessen still, wie der RMV mitteilt. Die rund 4400 Busfahrer werden nun zum Streik aufgerufen. 

„Es drohen unbefristete Streiks in der kommenden Woche. Betroffen sind zahlreiche Buslinien im RMV-Gebiet“, heißt es vom RMV.

Die hessischen Busunternehmer wollten den Busfahrern in den kommenden vier Jahren rund 15,5 Prozent mehr Lohn zahlen, teilt der Landesverband Hessischer Omnibusunternehmer (LHO) mit. „Das heutige Angebot geht über das für die Unternehmen wirtschaftlich Vertretbare hinaus, da die hieraus resultierenden Kostensteigerungen nur unzureichend über die langlaufenden Verkehrsverträge refinanziert werden“, sagt Volker Tuchan, Geschäftsführer des LHO und Verhandlungsführer der Busunternehmen. 

Verdi das Angebot aber abgelehnt und weitere Streiks angekündigt. Das kritisieren die Busunternehmen deutlich.

Frankfurt RMV: Verdi erklärt Verhandlungen mit Busunternehmen für gescheitert - Streik

Update vom Donnerstag, 14.11.2019, 14.28 Uhr: Seit Donnerstagmorgen (14.11.2019) um 9 Uhr laufen die Tarifverhandlungen für hessische Busfahrer. Dafür haben sich die Gewerkschaft Verdi und der Landesverband Hessischer Omnibusunternehmer (LHO) in Frankfurt zusammengefunden.

Ob es Streiks geben wird, steht also noch nicht fest. Klar ist jedoch, dass Forderung und Angebot noch weit aueinander liegen. Die Frankfurter Nahverkehrsgesellschaft Traffiq hält Streiks bereits für sehr wahrscheinlich, obwohl noch kein Termin genannt worden ist.

Frankfurt: Unbefristete Busfahrer-Streiks in Hessen zeichnen sich ab

Update vom Donnerstag, 14.11.2019, 8:58 Uhr: Kann der unbefristete Streik der Busfahrer von privaten Unternehmen in Hessen noch abgewendet werden? Die Gewerkschaft Verdi und der Landesverband Hessischer Omnibusunternehmer (LHO) kommen dafür am Donnerstag ab 9 Uhr in Frankfurt zusammen. 

Forderung und Angebot liegen noch weit auseinander. Die Arbeitgeber haben nach eigenen Angaben ein Gesamtvolumen von rund zwölf Prozent über einen Zeitraum von vier Jahren angeboten. Verdi verlangt kräftige Lohnsteigerungen sowie mehr bezahlte Pausen und Urlaub. Laut LHO entspricht das einem Gesamtvolumen von 40 Prozent. 

Update vom Mittwoch, 13.11.2019, 17.11 Uhr: In Frankfurt warnt der RMV vor den drohenden Streiks der Busfahrer in Hessen. Unter dem Titel „Wichtiger Verkehrshinweis“ schreibt das Verkehrsunternehmen zu den Verhandlungen zwischen den Busunternehmen und der Gewerkschaft Verdi: „Sollte keine Einigung erzielt werden, könnte es zu einem unbefristeten Streik kommen.“

Streiks im städtischen Busverkehr könnten nicht ausgeschlossen werden, teilt auch die Stadt Frankfurt mit. „Gerade Eltern von Schulkindern, die auf den Bus angewiesen sind, sollten die Informationen aufmerksam verfolgen, damit ihre Kinder morgens nicht vergeblich an der Bushaltestelle stehen“, heißt es von der Stadt.

Hessen: Streiks von Busfahrern in Frankfurt und darüber hinaus zeichnen sich ab

Update vom Mittwoch, 13.11.2019, 12.36 Uhr: In Frankfurt, Offenbach und vielen weiteren größeren Städten in Hessen zeichnen sich massive Probleme im Busverkehr ab. 

Die bei Verdi organisierten Busfahrer haben sich in einer Urabstimmung zu 99,49 Prozent für unbefristete Streiks ausgesprochen, das teilte die Gewerkschaft mit. Die Busfahrer hoffen, so ihrer Position in den Tarifverhandlungen mit den privaten Busunternehmen in Hessen Nachdruck zu verleihen. 

Busfahrer-Streik in Frankfurt (Hessen)? Verhandlungen stehen an

Ein unbefristeter Streik steht damit wieder im Raum. Der jüngste Streik vor gut zwei Wochen hatte in Frankfurt und vielen anderen Städten in Hessen für umfassende Einschränkungen im Busverkehr gesorgt. 

Am Donnerstag (14.11.2019) beginnt die fünfte Verhandlungsrunde. Hauptforderungen der Busfahrer sind rund 3 Euro mehr Stundenlohn und insgesamt 30 statt 25 Urlaubstage. 

Frankfurt und anderen großen Städten in Hessen droht Busfahrer-Streik

Verdi-Verhandlungsführer Jochen Koppel in einer Pressemitteilung: „Die Kollegen sind sehr aufgebracht über das Verhalten der Arbeitgeber, fühlen sich nicht ernst genommen. Warum, fragen sie sich, kommt von den Arbeitgebern kein verhandlungsfähiges Angebot? So oder so, die Arbeitgeber sind jetzt am Zug.“ 

Sonst, so die unausgesprochene Botschaft, rücken Busfahrer-Streiks in Frankfurt, Offenbach und ganz Hessen immer näher. 

Verdi: Unbefristeter Busfahrer-Streik möglich – Frankfurt wäre betroffen

Update vom Donnerstag, 07.11.2019, 15.40 Uhr: Kommen nun unbefristete Streiks im Busverkehr in Frankfurt (Hessen)? Die Gewerkschaft Verdi gibt nun in einer Pressemitteilung bekannt, dass sie eine Urabstimmung unter den betroffenen Busfahrern gestartet hat. Wenn mindestens 75 Prozent der befragten Busfahrer und Busfahrerinnen aus Hessen unbefristeten Streiks zustimmen, seien diese dann möglich, sollten die Tarifverhandlungen scheitern. Diese gehen in der kommenden Woche in die nächste Runde.

Erst in der vergangenen Woche hatte es am Freitag, 01.11.2019, in Frankfurt und hessenweit Streiks der privaten Busfahrer und Busfahrerinnen gegeben, die den Busverkehr mancherorts zum erliegen gebracht hatten. Verdi fordert für die Betroffenen einen höhen Stundenlohn, mehr Urlaub und eine komplette Bezahlung fahrplanbedingter Pausen und Wendezeiten.

Die Arbeitnehmer weißen diese Forderungen zurück. Die finanziellen Spielräume für realistische Lohnerhöhungen seien ausgereizt und begrenzt durch bestehende Verträge der Busunternehmer in Hessen mit den öffentlichen Auftraggebern.

Frankfurt: Busfahrer-Streik in Hessen sorgt für Einschränkungen 

Update vom Freitag, 01.11.2019, 16.58 Uhr: Der Warnstreik der Busfahrer privater Omnibusunternehmer hat den Busverkehr in Hessen heute vielerorts zum Erliegen gebracht. Auch in Frankfurt gab es massive Einschränkungen. Rund 3000 Busfahrer beteiligten sich laut Verdi an dem Ausstand, das berichtet die dpa. In manchen Landkreisen, wie dem Lahn-Dill-Kreis und dem Odenwaldkreis, fuhren die Busse weitgehend regulär. 

Bereits ab 3.10 Uhr hatte der Streik mancherorts begonnen. Vor allem in großen Städten wie Frankfurt hatten die Verkehrsbetriebe sich bereits auf die Ausstände vorbereitet. Die Gewerkschaft Verdi will mit den Streiks den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. Wegen langfristiger Verträge der Omnibusbetriebe mit Kommunen und Kreisen sei der finanzielle Spielraum für realistische Lohnerhöhungen bereits ausgereizt, so LHO-Verhnadlungsführer Volker Tuchan für die Arbeitgeberseite.

Hessen: Busfahrer-Streik im Frankfurter Umland : "Es gab kein Ultimatum"

In den Tagen zuvor war von einem Ultimatum gesprochen worde, dass Verdi den Arbeitgebern gestellt haben soll, Tuchan weißt das zurück: "An uns gab es kein Ultimatum." Kritik äußerte auch die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU). "Wer rechtschaffenen Beschäftigten den Weg zur Arbeit und von ihr zurück abschneidet und Schüler und Studenten von der Schule oder der Universität fernhält, wahrt keinerlei Verhältnismäßigkeit mehr", teilte VhU-Geschäftsführer Dirk Pollert mit. Der Warnstreik in Hessen schade der Wettbewerbsfähigkeit der hessischen Unternehmen, hieß es.

Update vom Freitag, 01.11.2019, 11.18 Uhr: Der Streik der Busfahrer betrifft weite Teile von Hessen. Doch Rodgau ist noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen. Entgegen gestriger Erwartungen sind die Buslinien in Rodgau nicht vom Streik betroffen. Der Schulbus, die Linien 40, 41 und 42, fahren ihre Ziele an wie immer. Das haben die Stadtwerke gerade eben auf Anfrage bestätigt.

Update vom Freitag, 01.11.2019, 9.31 Uhr: Heute streiken die Busfahrer der privaten Omnibusunternehmen in Hessen. Der RMV listet auf seiner Website die Städte und Kreise auf, die betroffen sind. 

Die Busse stehen demnach heute auf Linien in Darmstadt und dem Landkreis Darmstadt-Dieburg still, in Frankfurt, Fulda, Gießen, Groß-Gerau und Rüsselsheim, Hochtaunuskreis und Bad Homburg, Mainz-Kinzig-Kreis und Hanau, Main-Taunus-Kreis, der Stadt und dem Landkreis Offenbach und dem Wetteraukreis. Welche Buslinien genau betroffen sind, ist auf der Website des RMV nachzulesen.

Verdi: Busfahrerstreik in Frankfurt (Hessen) - Das rät der RMV

Der Verkehrsverbund Fahrgästen außerdem sich vor Fahrtantritt zu informieren und sich über die aktuellen Verkehrsmeldungen und lokalen Radiosender zu informieren. Generell solle man mehr Zeit für die Fahrt einplanen.

Erstmeldung von Mittwoch, 30.10.2019, 09.47 Uhr: Am Freitag werden die Busse der privaten Busunternehmen in Hessen in ihren Depots bleiben. Die Busfahrer streiken. Eigentlich hatte die Gewerkschaft Verdi dem Landesverband Hessischer Omnibusunternehmer (LHO) ein Ultimatum bis morgen Nachmittag gesetzt, laut Informationen von ffh.de habe die Gewerkschaft dieses nun aber verworfen. 

Eigentlich hatte Verdi den Landesverband aufgefordert, ihr Angebot bis Donnerstag, 31.10.2019, nachzubessern. Verhandelt wurde in Langen. Nun soll also am Freitag, 01.11.2019, morgens beginnen und bis in die Nacht dauern. 

Busfahrerstreik in Hessen (RMV): Warnstreik der Busfahrer am Freitag

"Das Angebot der Arbeitgeber ist nicht akzeptabel", so Jochen Koppel von Verdi im FFH-Interview. Laut der Agentur dpa nannte eine Verdi-Sprecherin das bei den Tarifgesprächen unterbreitete Angebot ebenfalls "nicht akzeptabel und verhandlungsfähig". 

Laut Verdi hatten die Arbeitgeber angeboten, den Stundenlohn in einer vierjährigen Laufzeit schrittweise von 13,50 auf 15,10 Euro anzuheben. Die Gewerkschaft fordert aber eine höhere Anhebung und und mehr Urlaubstage. Der LHO bezeichnet diese Forderung in einer Pressemitteilung als "exorbitant hoch". 

Die finanziellen Spielräume für realistische Lohnerhöhungen seien ausgereizt und begrenzt durch bestehende Verträge der Busunternehmer mit den öffentlichen Auftraggebern. Die LHO verweist dabei auf den sogenannten "Hessen-Index", der nach der letzten Tarifrunde beschlossen wurde. Der Tarifkonflikt betrifft rund 4400 Busfahrer.

Hessen (RMV): In der Vergangenheit waren diese Städte vom Streik der Busfahrer betroffen 

Bereits nach der zuletzt vergangenen Verhandlungsrunde hatte Verdi zu Warnstreiks aufgerufen. Von Ausfällen und Verspätungen waren unter anderem die Städte Frankfurt, Darmstadt, Offenbach, Gießen, Hanau, Langen, Bad Vilbel, Hofheim sowie Teile Nordhessens betroffen. Dieser Streik war allerdings in die Herbstferien gefallen. Es ist also damit zu rechnen, dass der Streik diesmal wesentlich mehr Fahrgäste trifft. Unter ihnen werden vermutlich auch viele Schulkinder sein, die auf andere Art und Weise ans Ziel kommen müssen. 

Die nächsten Gespräche sollen laut Termin-Planung am 14. November stattfinden. 

In mehreren hessischen Städten haben die Fahrer privater Busunternehmen am Freitag, 01.11.2019, streiken. Zu Ausfällen aufgrund des Streiks soll es in Offenbach kommen, das schreibt die Offenbach Post. Auch Gießen ist von den Streiks der Busfahrer betroffen, wie die Gießener Allgemeine berichtet*. 

Erst Ende September hatte es Streiks der Busfahrer in Hessen gegeben. Zehntausende Pendler waren davon betroffen. Laut Verdi lag der Schwerpunkt im Rhein-Main-Gebiet. Auch Gießen traf der Streik hart. Vor allem Studierende und Berufstätige, die auf Busse angewiesen sind, mussten bisher auf anderem Weg ihre Ziele erreichen.

Bis ins nächste Jahr hinein wird die Entscheidung über den U4-Lückenschluss zwischen Bockenheim und Ginnheim aufgeschoben. Das ist der Grund.

*giessener-allgemeine.de und op-online.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

agr/ag/kke

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