"Fortuna" startet im Herbst unter neuem Träger

Solms/Gießen (ür). Die Grube "Fortuna" bei Oberbiel wird noch in diesem Jahr wieder eröffnet. Das gaben der Vorsitzende des Fördervereins, Karsten Porezag, und sein Stellvertreter Rolf Georg am Sonntag auf dem Grubengelände bekannt.

Solms/Gießen (ür). Die Grube "Fortuna" bei Oberbiel wird noch in diesem Jahr wieder eröffnet. Das gaben der Vorsitzende des Fördervereins, Karsten Porezag, und sein Stellvertreter Rolf Georg am Sonntag auf dem Grubengelände bekannt. Das hessenweit beliebte Ausflugsziel war im Frühjahr durch Landrat Wolfgang Schuster (SPD) geschlossen worden. Er machte dafür Sichterheitsmängel verantwortlich. Bislang ist der Lahn-Dill-Kreis als Träger verantwortlich für die "Fortuna". Die Grube soll nun zu einem Infozentrum des Geoparks Westerwald-Lahn-Taunus werden.

Nach Angaben von Porezag wird ein neuer Trägerverein das Gesamtgelände übernehmen, in dem das Land Hessen durch den Regierungspräsidenten Lars Witteck (CDU), der Lahn-Dill-Kreis und der Förderverein vertreten sein werden. Der Kreis hat seine Zuschüsse für die Grube ab 2011 auf 300 000 Euro gedeckelt. Porezag geht davon aus, dass die Grube noch im Oktober ihre Pforten wieder öffnen wird.

Porezag widersprach erneut der Ansicht, die Sicherheit im Bergwerk sei nicht gewährleistet. In der Grube sei in den letzten Jahren nichts verändert worden, und es gäbe auch keine neuen Bestimmungen. Es habe sich also auch nichts an der Sicherheit der Grube geändert. Außerdem werde dort mit der zehnfachen Sicherheit gegenüber sonstigen Anlagen gearbeitet. Dennoch wird der schon fast fertige zweite Ausgang aus dem Bergwerk endgültig hergestellt werden. Der Vorsitzende des Fördervereins sagte, die Grube solle zu einem Infozentrum des Geoparks Westerwald-Lahn-Taunus ausgebaut werden. Dazu gehöre sowohl das Feld- und Grubenbahnmuseum des Fördervereins als auch das in Planung befindliche "Hessische Rohstoffhaus", das die in Hessen geförderten mineralische Rohstoffe wie z. B. Gold, Erdöl, Eisenerze, Kali und Salz, Bauxit, diverse Gesteine und viele andere von der Gewinnung bis zum Endprodukt zeigen soll. Außerdem werden darin sowohl die Trink- und Mineralwasserförderung als auch die Erdwärmegewinnung (Geothermie) behandelt. Das Museum soll in der Art des Mathematikums in Gießen (2009 gezählte 160 000 Besucher) ein "Mitmach-Museum" mit "intelligenten Besucher-Modellen" werden. Porezag geht davon aus, dass das neue Museum jährlich bis zu 36 000 Besucher generiert.

Bislang hätten 41 von 62 angesprochenen Unternehmen definitiv ihre Unterstützung für das neue "Mitmach-Museum" zugesagt. Weitere 16 Firmen befänden sich noch in der Klärungsphase. Das Land fördert dieses Projekt mit EU-Mitteln.

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