Der als rechtsextrem eingestufte "Flügel" ist in Hessen Geschichte. FOTO: DPA
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Der als rechtsextrem eingestufte "Flügel" ist in Hessen Geschichte. FOTO: DPA

"Flügel" in Hessen löst sich auf

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Wiesbaden/Berlin- Der vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestufte "Flügel" der AfD will seine Aktivitäten in Hessen einstellen. Damit folgt er einem Beschluss des Bundesvorstandes der Partei vom vergangenen Freitag.

Die Europaparlamentarierin und "Flügel"-Obfrau in Hessen, Christine Anderson, und die hessischen Landtagsabgeordneten Heiko Scholz und Andreas Lichert schrieben an die "Flügel"-Anhänger in Hessen: "Wir haben uns immer in erster Linie als AfD-Mitglieder verstanden und unser Ziel war stets, die AfD noch erfolgreicher zu machen. Daher wollen wir diese Selbstauflösung mit dem Signal verbinden, dass immer und überall die Interessen der AfD über den Partikularinteressen von Einzelnen oder Gruppen stehen müssen."

Der Beschluss des Bundesvorstandes, der eine Selbstauflösung der Vereinigung bis Ende April gefordert hatte, komme zwar zur Unzeit - so kurz nach der Einstufung des "Flügels" zum Beobachtungsfall durch den Verfassungsschutz. Er sei aber dennoch als "ausgestreckte Hand in Richtung des ›Flügels‹" zu verstehen.

Hessens AfD-Partei- und Fraktionschef Robert Lambrou sagte am Montag in Wiesbaden, er begrüße das Vorgehen ausdrücklich. "Dieser richtige und notwendige Schritt des hessischen ›Flügels‹ weist aus meiner Sicht Herrn Höcke und dem restlichen ›Flügel‹ bundesweit den richtigen Weg zu einer zeitnahen und konsequenten Auflösung des ›Flügels‹."

Lambrou erklärte, dass sowohl in der Landtagsfraktion als auch im Landesverband nur wenige Mitglieder zum "Flügel" gehörten. Der Kurs der AfD-Landtagsfraktion und des Landesverbandes sei eindeutig bürgerlich-konservativ. "Gespräche über den ›Flügel‹ sind aus meiner Sicht nicht notwendig. Er spielt in Hessen nur eine kleine Rolle." Kurskorrekturen seien daher nicht notwendig. dpa

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