"Fall Johanna" vor Gericht

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Fast 20 Jahre lang haben die Ermittler im Mordfall Johanna Bohnacker nach dem Täter gesucht. Im vergangenen Oktober schnappen sie einen Verdächtigen. Die weiteren Untersuchungen laufen auf Hochtouren, im Februar erhebt die Staatsanwaltschaft Anklage, am kommenden Freitag muss sich der mutmaßliche Mörder der kleinen Johanna vor dem Landgericht Gießen verantworten.

Fast 20 Jahre lang haben die Ermittler im Mordfall Johanna Bohnacker nach dem Täter gesucht. Im vergangenen Oktober schnappen sie einen Verdächtigen. Die weiteren Untersuchungen laufen auf Hochtouren, im Februar erhebt die Staatsanwaltschaft Anklage, am kommenden Freitag muss sich der mutmaßliche Mörder der kleinen Johanna vor dem Landgericht Gießen verantworten.

Die Richter wollen nach derzeitiger Planung bis August an 13 Prozesstagen klären, was genau mit der Achtjährigen geschah. Der 42 Jahre alte Angeklagte aus Friedrichsdorf soll das Kind im September 1999 in Ranstadt in sein Auto gezerrt, sexuell missbraucht und getötet haben. Die Leiche des Mädchens wurde im folgenden April in einem Wald gefunden.

Die Staatsanwaltschaft ist sich sicher, dass der Angeklagte das Kind ermordete, doch das Gericht wird voraussichtlich viel Zeit aufwenden müssen, um die Vorwürfe zu bestätigen. Denn der Verdächtige zeigt sich nach Angaben der Ermittler zwar verantwortlich für den Tod von Johanna, bestreitet aber einen Vorsatz. Vielmehr stellt er das Geschehen als Unfall dar.

Nicht nur zahlreiche Medienvertreter und weitere interessierte Zuschauer werden zu dem Prozess erwartet. Johannas Familie wird nach Angaben der Staatsanwaltschaft als Nebenkläger auftreten. Und auch die Ermittler wollen den Prozess verfolgen. Es sei schon ein besonderer Moment, dass das Verfahren nun losgehe, sagt ein Sprecher des Polizeipräsidiums Mittelhessen.

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