Experimentierfreude neu aufgelegt

Marburg (pm). Das "Chemikum Marburg" öffnet vom 14. bis 26. September zum neunten Mal seine Pforten für die Öffentlichkeit.

Marburg (pm). Das "Chemikum Marburg" öffnet vom 14. bis 26. September zum neunten Mal seine Pforten für die Öffentlichkeit. 2005 am Fachbereich Chemie der Philipps-Universität ins Leben gerufen, ist diese Veranstaltung bereits zu einer Institution geworden, die sich eines begeisterten Besucheransturms erfreut. Derzeit findet sie noch in den Räumlichkeiten des Fachbereichs Chemie auf den Lahnbergen statt; der Bezug eines eigenen Gebäudes und damit die Verstetigung der Einrichtung ist für die nahe Zukunft geplant.

Speziell eingerichtete Labore werden an den zwölf Öffnungstagen für die Öffentlichkeit zugänglich - nicht nur zum Anschauen, sondern zum Mitmachen! Rund 80 Experimente können selber ausgeführt werden. Das breite Spektrum der angebotenen Versuche, das sich von der Erklärung alltäglicher chemischer, physikalisch-chemischer und biologischer Phänomene (Sinnesphysiologie und Mikrobiologie) bis hin zum Molekülbau erstreckt, kann man unter kompetenter Begleitung durch geschulte Assistenten ergründen. Oder man kann sich anhand aushängender Tafeln selbst über die Erklärung der häufig verblüffenden Beobachtungen informieren.

Das Programm richtet sich an alle Altersstufen und jeden Stand der Vorbildung - vom (Vor-) Schulkind bis hin zum Senioren. Als Ergänzung zu der Laborphase führen die Chemiker und ein Biologe der Philipps-Uni sowie einige auswärtige Gäste einen täglich wechselnden Experimentalvortrag vor: Schwierige bzw. gefährliche und spektakuläre Experimente werden auf diese Weise anschaulich erklärt. Wer danach auf den Geschmack gekommen ist, kann eigene praktische Erfahrungen sammeln und diese anschließend durch eine Begleitbroschüre mit populärwissenschaftlich aufbereiteten Informationen rund um die Experimente ergänzen.

Die Grundidee des "Chemikum Marburg" besteht darin, allen Interessierten unabhängig von Alter und Vorbildung Gelegenheit zum eigenen Experimentieren zu geben. Auf diese Weise soll eine Brücke entstehen zwischen dem selbstverständlichen Umgang der Menschen mit den Produkten der Chemie und der weit verbreiteten Angst vor allem, was mit Chemie zu tun hat. Wie bisher werden Versuche für blinde und sehbehinderte Besucher angeboten.

Das "Chemikum" ist vom 14. bis 26. September montags bis freitags jeweils von 10 bis 13 Uhr sowie montags bis samstags von 15 bis 18 Uhr für Teilnehmer ab zehn Jahren geöffnet. Von 14.15 bhis etwa 15 Uhr wird täglich den Besuchergruppen des Vormittags und des Nachmittags zusammen ein Experimentalvortrag geboten. Zu den Vorträgen können jeweils bis zu 400 Besucher kommen, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Im Labor können jedoch nur maximal 60 Besucher (Mindestalter: 10 Jahre) bzw. 30 jüngere Kinder (4-10 Jahre) pro Durchgang teilnehmen, damit jeder ausreichend Möglichkeit zum eigenen Mitmachen hat. Eine Anmeldung für das Labor ist deshalb zwingend erforderlich (Tel. 06421 / 28 25252). Eintr. 3 Euro, erm. 1,50 Euro; bei Gruppen ab 20 Personen hat eine Begleitperson freien Eintritt.

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