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300 Dauerkarteninhaber kamen am Ostermontag in den Genuss einer exklusiven Führung übers Gartenschaugelände und durchs Blumenmeer. (Fotos: atr)

Erste Gartenschau-Führungen für 300 Dauerkarteninhaber

Gießen (atr). 300 Dauerkartenbesitzer erhielten am Ostermontag eine exklusive Vorabführung über das Gelände der Landesgartenschau. Ursprünglich sollten nur 200 Interessierte auf acht Gruppen aufgeteilt werden, aber da sich nach einem Aufruf Tausende gemeldet hatten, wurden kurzerhand vier weitere Führer organisiert.

Bei Regen ging es am Haupteingang an der Ringallee los. Jeweils 25 Gäste erkundeten mit einem der insgesamt 40 Gästeführer das Gelände. Diese mussten in den letzten Wochen eine 80 stündige Ausbildung mit schriftlicher und praktischer Prüfung absolvieren. "Da kann man auch stolz drauf sein, dass man das geschafft hat. Da hat man was fürs Leben", so Angelika Nailor, eine der Führerinnen, die am Eingang warteten.

Glocken zum Selberläuten

Entlang der Wissenschaftsachse , am Rhododendronhain vorbei, ging es zum Schwanenteich. Da insgesamt zwölf Gruppen unterwegs waren, wurde es an einigen Stellen sehr eng. An der Lichtkirche, deren Glocken zum Selberläuten den ganzen Nachmittag lang immer wieder ertönten, trafen die Gruppen auf ein Kamerateam des Hessischen Rundfunks, das auf "Stimmenfang" war. Am Viktorianischen Gewächshaus vorbei ging es, mittlerweile bei strahlendem Sonnenschein, weiter auf die Halbinsel am Neuen Teich. Hier erstrahlt ein riesiges Tulpenmeer in den prächtigsten Farben.

Weiter ging es an den Blumenhallen am Waldbrunnenweg vorbei, in denen 13 verschiedene Blumenschauen zu sehen sein werden, zum "Palmencafé" am Nordufer, das mindestens auch noch bis ins nächste Jahr hinein bestehen bleibt. Schon für den Hessentag 1969 war dieses Bistro vorgesehen, konnte damals aus finanziellen Gründen aber nicht verwirklicht werden.

+++ Bildergalerie: Rundgang über das Landesgartenschau-Gelände

Der Quellgarten, dessen beide Quellen unter der Theodor-Litt-Schule entspringen, war der erste Bauabschnitt der Gartenschau. Am 23. Mai 2012 wurde hier der erste Spatenstich gefeiert.

Vorbei am Wissenschaftsspielplatz, auf den Spuren Alexander von Humboldts, trafen die Besucher dann endlich im Herzstück der Gartenschau ein, dem Gartengelände mit seinen Molekulargärten, dem Gärtnertreff und dem Gartenforum, dem Gastronomiezelt und dem Ausstellungsgarten. Jeder der 13 "Molekular-Gärten" ist ein Unikat und ein Highlight der Gartenschau, deren Hauptthemen das Wasser und die Wissenschaft sind. Wer Fragen zu den einzelnen Pflanzen hat, bekommt von Gärtnern garantiert geholfen. Auch ein Musterfriedhof ist in diesem Areal zu finden.

Noch viel zu tun bis Samstag

Bis zur Eröffnung am Samstag ist noch einiges zu tun. Circa 10 000 Pflanzenplaketten und 180 Infoschilder müssen noch angebracht werden, Beete und Gärten vervollständigt, die Liegestuhlwiese hergerichtet, die Blumenschauzelte bestückt und Baumaterialien weggeschafft werden. Die Gärtner arbeiten zur Zeit Tag und Nacht, und auch an den Feiertagen waren sie auf dem Gelände. An der Wieseck fehlt sogar noch eine ganze Brücke. Die Stimmung unter den Mitarbeitern und Gästeführern ist aber gut.

Auch die meisten der Gäste in der Gruppe, mit der die Gießener Allgemeine Zeitung unterwegs war, waren sehr angetan vom Ergebnis der Umgestaltung des größten Gießener Parks. Alle freuen sich auf die Eröffnung am nächsten Wochenende und die kommenden Monate.

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