Erneut Randale im Kurpark

Bad Nauheim (bk). Neuen Zündstoff hat die Debatte um die Einzäunung des Kurparks in der Nacht zum Mittwoch erhalten: Randalierer sind trotz Einfriedung auf das Gelände der Landesgartenschau (LGS) vorgedrungen und haben einen Schaden von rund 10 000 Euro angerichtet. Das berichtete Hartmut Kind, Geschäftsführer der LGS GmbH.

Bad Nauheim (bk). Neuen Zündstoff hat die Debatte um die Einzäunung des Kurparks in der Nacht zum Mittwoch erhalten: Randalierer sind trotz Einfriedung auf das Gelände der Landesgartenschau (LGS) vorgedrungen und haben einen Schaden von rund 10 000 Euro angerichtet. Das berichtete Hartmut Kind, Geschäftsführer der LGS GmbH.

Vor einer Woche hatte Bürgermeister Bernd Witzel gegenüber der Wetterauer Zeitung das Plus an Sicherheit gelobt, das mit der Einzäunung verbunden sei, die deshalb über das Ende der Gartenschau hinaus erhalten werden solle. Seit Beginn der Großveranstaltung im April sei es zu keinen nennenswerten Vorfällen im Kurpark gekommen. Jetzt muss der Rathauschef die gegenteilige Erfahrung machen. Witzel hatte am Dienstagabend im Haupt- und Finanzausschuss eines klargestellt: "Parlamentsentscheidungen werden umgesetzt." Die Stadtverordneten hatten vor geraumer Zeit beschlossen, den Zaun nach dem Ende der LGS wieder zu entfernen. Am Mittwoch ließ sich der Bürgermeister im Gespräch mit der WZ allerdings ein Hintertürchen offen. Schließlich können Parlamentsbeschlüsse revidiert werden. Er will eine "ergebnisoffene Vorlage" zum Thema Nachnutzung der beiden LGS-Areale in den Magistrat einbringen.

Sprechen die nächtlichen Vorfälle gegen oder für den Erhalt der Einfriedung? Aus Sicht von LGS-Geschäftsführer Kind ist die Antwort klar: "Ohne Zaun, der eindeutig abschreckt, hätten wir noch mehr Vandalismus zu beklagen." Er votiert deshalb für den Erhalt der Einzäunung, deren Tore tagsüber geöffnet sein müssten, um einen freien Zugang ohne Eintritt gewährleisten zu können. Die meisten Schäden sind auf dem Minigolfplatz und an der neuen Usabrücke in Höhe des Max-Planck-Instituts entstanden. "Dort sind die Täter offenbar eingedrungen, nachdem sie mit Werkzeug das Tor hochgehebelt hatten", erklärte Kind. Auf dem Minigolfplatz hätten die Randalierer ein Waschbecken zerstört und die Unterlagen für die Schreibblöcke herausgerissen.

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