Ermittlungen gegen Polizist

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Berlin/Wiesbaden- Ein aus Hessen nach Berlin gewechselter Polizist steht unter Rechtsextremismusverdacht. Der Mann soll Mitglied in einer der Chat-Gruppen gewesen sein, in der auch hessische Polizisten Sprüche und Bilder mit rechtsextremistischem Hintergrund ausgetauscht hatten. Das teilten die Berliner Polizei und die Frankfurter Staatsanwaltschaft am gestrigen Mittwoch mit. Gegen zahlreiche Mitglieder dieser Chat-Gruppen wird seit Längerem in Hessen ermittelt.

Bereits am 7. Februar durchsuchte die Berliner Polizei die Wohnung und den Arbeitsplatz ihres Kollegen und beschlagnahmte Beweise. Bei den Vorwürfen geht es offiziell um den Verdacht der Volksverhetzung und des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Die Teilnehmer der Chat-Gruppe sollen unter anderem auch "Gewaltdarstellungen und rechtsextreme Inhalte ausgetauscht" haben. Auch in Frankfurt gab es nach Angaben der Staatsanwaltschaft Anfang Februar im Zusammenhang mit den Ermittlungen zu der Chat-Gruppe mit rechtsextremen Inhalten Durchsuchungen.

Die Berliner Polizei betonte, der Wechsel des Polizisten nach Berlin sei erfolgt, bevor der Chat in der WhatsApp-Gruppe bekannt geworden sei. Der Mann sei inzwischen vom Dienst suspendiert. Auch ein Sprecher des hessischen Innenministeriums sagte, es habe keinen Rechtsextremismusverdacht gegen den Polizisten vor seinem Wechsel nach Berlin gegeben.

Nach Informationen der "Berliner Zeitung" handelt es sich um einen 35-jährigen Oberkommissar aus dem Abschnitt 35 in Wedding. Er soll demnach im vergangenen Jahr in die Hauptstadt gekommen sein. dpa

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