Damit alles korrekt abläuft: Mit einer Zähl-App wird in einem Laden auf der Zeil festgehalten, wie viele Menschen sich im Verkaufsraum aufhalten. FOTO: DPA
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Damit alles korrekt abläuft: Mit einer Zähl-App wird in einem Laden auf der Zeil festgehalten, wie viele Menschen sich im Verkaufsraum aufhalten. FOTO: DPA

Ende der Zwangspause

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Erste Lockerungen nach Wochen der Beschränkungen und Schließungen: Es gibt zusätzliche Einkaufsmöglichkeiten - doch der Andrang ist vorerst verhalten. Studenten können wieder unter besonderen Bedingungen lernen. Ministerpräsident Bouffier warnt aber vor Leichtsinn in der Corona-Krise.

Eine neue Phase des Lebens in der Corona-Krise hat in Hessen begonnen. Es gibt erste Lockerungen. So durften Geschäfte mit weniger als 800 Quadratmetern Verkaufsfläche wieder öffnen - unter strikter Anwendung der geltenden Abstands- und Hygieneregeln. Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) forderte am Montag von der Bevölkerung aber weiter hohe Disziplin: "Die Gefahr dauert an. Und deshalb müssen wir auch in Zukunft weiter besonnen bleiben."

Hochschulen- Zoom-Konferenzen und Video-Vorlesungen statt Hörsaal und Mensa: An den hessischen Universitäten und Hochschulen hat das Sommersemester 2020 am Montag unter besonderen Voraussetzungen begonnen. Die Lehrveranstaltungen an der Frankfurter Johann Wolfgang Goethe-Universität finden "erstmalig vollständig in virtueller Form" statt, wie die Universität mitteilte. Auch unter anderem die Technische Universität (TU) in Darmstadt, die Justus-Liebig-Universität in Gießen, die Philipps-Universität in Marburg oder die Hochschule Rhein-Main in Wiesbaden gaben den zunächst ausschließlichen Umstieg auf digitale Lehre bekannt.

Einkaufen- Nur ganz allmählich füllte sich am Montag wieder die Frankfurter Einkaufsmeile Zeil. Viele vor allem größere Geschäfte blieben weiterhin geschlossen. Doch auch Läden, die kein Problem mit der Mindestgröße hatten, starteten am ersten Tag der Lockerungen noch nicht sofort. In den Modegeschäften blieb der Kundenandrang überschaubar, vor einem Kurzwarengeschäft dagegen bildete sich eine lange Schlange: Viele Kundinnen waren auf der Suche nach Wäschegummi für selbstgenähte Mundschutzmasken.

Infizierte- In Hessen haben sich mittlerweile nachgewiesen 7228 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Das seien 81 Fälle mehr als noch am Vortag, teilte das Sozialministerium in Wiesbaden am Montag mit (Stand: 14 Uhr). Die Zahl der Todesfälle stieg um 15 auf 246. Hessens größte Stadt Frankfurt meldete mit 1079 Fällen weiterhin die meisten Infektionen im Bundesland. Von den hessischen Erkrankten werden 1295 stationär in Krankenhäusern behandelt.

Hilfe für Vereine- Alle 41 000 gemeinnützigen Vereine in Hessen können eine Fördersumme vom Land von bis 10 000 Euro beantragen. Das Geld kann für die Nachwuchsarbeit, Mieten und Betriebskosten sowie Ausgaben für die Instandhaltungen und ausgefallene Aufträge verwendet werden. "Wir möchten, dass das Vereinsleben aufrechterhalten werden kann", begründete Bouffier die Fördermittel des Landes. Das Geld kann ab dem 1. Mai 2020 bei dem jeweils zuständigen Ministerium online beantragt werden.

Beatmungsgeräte- Der Heizungsbauer Viessmann hat einen Teil seiner Produktion umgestellt, um in der Corona-Krise dringend benötigte Beatmungsgeräte herzustellen. Innerhalb weniger Tage sei eine Produktionslinie für Gas-Wandgeräte am Unternehmenssitz im nordhessischen Allendorf (Eder) zur Herstellung der intensivmedizinischen Geräte umgebaut worden, teilte Viessmann am Montag mit. Nach der noch nicht erfolgten Sonderzulassung des auch mobil einsetzbaren Geräts sei eine Produktion von 600 Stück pro Tag möglich. Dem Unternehmen zufolge konnten viele Teile der Gasheizungen übernommen werden.

Veranstaltungen- Großveranstaltungen sind bis Ende August grundsätzlich verboten. Auch danach hält Hessens Regierungschef eine Größenordnung von über 100 Leuten für sehr unrealistisch. Bouffier macht sich für einen bundesweit einheitlichen Rahmen bei der Definition von Großveranstaltungen stark.

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