EKHN will Kirchentag nach Frankfurt holen

Frankfurt/Main (dapd-hes). Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) will den Deutschen Evangelischen Kirchentag 2021 nach Frankfurt am Main holen.

Mit großer Mehrheit hat die EKHN-Synode beschlossen, gemeinsam mit der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck eine Einladung an den Kirchentag auszusprechen. Wie die EKHN am Wochenende mitteilte, will die Landeskirche bereits ab 2013 mit der Bildung von Rücklagen beginnen, um die dafür anfallenden Kosten in Millionenhöhe zu finanzieren.

Der Deutschen Evangelischen Kirchentag findet alle zwei Jahre auf Einladung einer oder mehrerer Landeskirchen statt. Organisiert wird er von einem eigenen Verein mit Sitz in Fulda. Die endgültige Entscheidung über den Veranstaltungsort trifft dabei das Kirchentagspräsidium. Bis 2019 sind die Tagungsorte bereits festgelegt.

Darüber hinaus verabschiedeten die Synodalen auf ihrer Tagung in Frankfurt eine Erklärung zum Thema Rechtsextremismus. Dieser werde in Deutschland seit Jahren "unterschätzt und verharmlost", heißt es in dem einstimmig verabschiedeten Papier. Menschenverachtende Einstellungen gebe es aber eben "nicht nur an den Rändern der Gesellschaft".

Allerdings sei auch die Kirche "in diesem Punkt mit ihrem Widerspruch in der Vergangenheit nicht deutlich genug gewesen", wird selbstkritisch festgestellt.

Das Kirchengebiet der EKHN erstreckt sich über die Mitte, den Süden und vor allem den Westen Hessens. In Rheinland-Pfalz gehören Rheinhessen sowie die Kreise Westerwald und Rhein-Lahn dazu.

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