Einstimmigkeit im ZOV für reibungslosen Omnibusverkehr

Gießen/Friedberg (pm). Trotz der vielfältigen Interessen der politisch Beteiligten wurde im Rahmen der jüngsten Verbandsversammlung des ZOV (Zweckverband Oberhessische Versorgungsbetriebe) in der OVAG-Hauptverwaltung in Friedberg über alle Parteigrenzen hinweg die Fortschreibung des Nahverkehrsplans für den ZOV vom 1. Januar 2009 bis zum Jahre 2013 einstimmig beschlossen.

Gießen/Friedberg (pm). Trotz der vielfältigen Interessen der politisch Beteiligten wurde im Rahmen der jüngsten Verbandsversammlung des ZOV (Zweckverband Oberhessische Versorgungsbetriebe) in der OVAG-Hauptverwaltung in Friedberg über alle Parteigrenzen hinweg die Fortschreibung des Nahverkehrsplans für den ZOV vom 1. Januar 2009 bis zum Jahre 2013 einstimmig beschlossen. "Dies allein ist schon ein Erfolg", wertete am Rande der Versammlung Gerhard Muth-Born, zuständig für die Verkehrsplanung im Verband.

"Die politischen Gespräche im Vorfeld waren durchaus konstruktiv und zielorientiert", erläuterte Muth-Born, der gemeinsam mit Stefan Klöppel, dem Geschäftsstellen-Leiter des ZOV-Verkehr sowie Andreas Köhler (rms-Consult) für den Nahverkehrsplan als Autor verantwortlich zeichnet. "Die Hauptthemen in den Gesprächen waren die Aussagen zu den Standards der Schülerbeförderung, zum Schienenverkehr und zu der geforderten Qualität der Fahrzeuge. Außerdem die Ausgestaltung des künftigen Fahrplanangebotes." Hier und in allen weiteren Punkten sei bei den Gesprächen ein Kompromiss gefunden worden. Der neue Plan löst somit den alten ab, der aus jenen der Landkreise Wetterau, Vogelsberg und Gießen bestand.

Bei der Fortschreibung handelt es sich um einen Rahmenplan, welcher die künftige Entwicklung des Öffentlichen Personennahverkehrs in diesen drei Landkreisen beschreibt. Er ist überdies Grundlage für die Regierungspräsidien Darmstadt und Gießen bei der Erteilung der Genehmigung von Busverkehren. Erstellt worden ist der Plan in einem weitgehend standardisierten Verfahren in sieben Arbeitsschritten. Neben einer Bestandsaufnahme sind eine Mängelanalyse sowie ein Anforderungsprofil beinhaltet. Laut Born wurden erstmals vom ZOV Standards für die Beförderung von Schülern festgelegt. In dem Plan zu finden sind außerdem eine Konzeption, um die Standards zu erreichen sowie einen Überblick über die finanziellen Auswirkungen der im Nahverkehrsplan beschriebenen Fahrplanänderungen. Besonderes Gewicht legten die Verfasser des Plans auf das Kapitel "Vorbereitung der politischen Entscheidung": Sieht der Gesetzgeber lediglich eine Verpflichtung für eine Anhörung der dazu Berechtigten (etwa Gremien des Landes, Kreises und Kommunen) vor, wurde nun neben zwei Runden (mit je fünf Sitzungen in den Bereichen Wetterau Ost und West, Landkreis Gießen Ost und West sowie Vogelsberg) eine abschließende Anhörung zum Gesamtentwurf abgehalten.

Auf Veranlassung des Geschäftsführers ZOV-Verkehr und OVAG-Vorstandes Rolf Gnadl wurde ein "offensives Vorgehen" bei der Weitergabe von Informationen an die politischen Entscheidungsträger anberaumt.

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