Einbrecher legten Feuer auf Museumsbaustelle

Glauburg (wz). Ob die Einbrecher, die in der Nacht von Samstag auf Sonntag die Baucontainer auf der Baustelle des Keltenmuseums aufsuchten, ihre Spuren vernichten wollten oder aus blinder Zerstörungswut handelten, ist bisher unklar. Tatsache ist, dass sie Material- und Wohncontainer anzündeten und diverse Maschinen stahlen.

Ein Jogger hatte am Sonntag gegen 9.30 Uhr Rauchentwicklung aus den Containern nahe dem Keltengrab auf dem Glauberg festgestellt. Als die Glauberger Feuerwehr an der Baustelle eintraf, waren bereits drei Container ausgebrannt. In vier weiteren loderten die Flammen.

Das in den Fahrzeugen mitgeführte Wasser reichte nicht aus, um den Brand zu löschen. Daher wurden zunächst die Feuerwehrkollegen in Altenstadt alarmiert, die mit ihrem Großtanklöschfahrzeug anrückten. Unterdessen breitete sich das Feuer in den Containern weiter aus. Dichter schwarzer Rauch stieg von der Brandstelle über dem Keltengrab auf, was den Einsatz von Atemschutzgeräten erforderlich machte. Hierzu wurden weitere Kräfte aus Altenstadt und auch aus Büdingen angefordert. Nach drei Stunden waren die Flammen gelöscht.

Schon während der Löscharbeiten nahmen Beamte der Polizeistation Büdingen erste Ermittlungen zur Brandursache auf. Schnell kamen sie zu der Erkenntnis, dass Einbrecher den Brand gelegt haben mussten. Sowohl die sieben vom Feuer vernichteten Container als auch weitere an der Baustelle und der zu der historischen Fundstelle des Keltenfürsten gehörende Informationscontainer wiesen deutliche Aufbruchspuren auf.

Während die Diebe bei letzterem an den Sicherungsmaßnahmen scheiterten, leisteten die Vorhängeschlösser an Materialcontainern und Bauwagen nur wenig Widerstand. Einen Stahlcontainer bekamen die Täter aber nicht auf. Daher versuchten sie, ihn durch Feuer an den Schwingtoren in Brand zu setzen. Hier hofft die Polizei, an dem dazu verwendeten Holz DNA-fähiges Material sicherstellen zu können, um so eine Spur von den Tätern zu bekommen. Die Ermittler gehen davon aus, dass sie trotz des Brandes auch an den anderen Containern Spuren sichern können, die Hinweise auf die Täter geben. Der Schaden wird bisher auf über 100 000 Euro geschätzt. Allerdings ist noch nicht genau bekannt, welche Maschinen gestohlen oder durch das Feuer zerstört wurden. Die Polizei sucht Zeugen, die in der Nacht oder am frühen Morgen an der Baustelle des Keltenmuseums oder auf den Zufahrten vom Glauberg zur Landesstraße im Ortsteil Glauberg der Gemeinde Glauburg Beobachtungen gemacht haben, die Hinweise auf die Täter ergeben könnten (Angaben erbeten per Tel. 06042/96480).

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