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Ehepaar stirbt bei Brand in Alsfeld

Alsfeld-Eifa (pwr). Im Alsfelder Ortsteil Eifa kam es in der Nacht zum Mittwoch zu einem Wohnhausbrand, bei dem zwei Menschen ihr Leben verloren. Aus dem Gebäude in der Uferstraße schlugen zeitweise meterhohe Flammen, die Feuerwehr der Stadt Alsfeld und der Rettungsdienst waren mit über 70 Kräften im Großeinsatz.

Alle Rettungsversuche der Einsatzkräfte um die beiden Menschenleben waren jedoch vergebens.

Der Brand des Fachwerkhauses in der Ortsmitte wurde der Polizeistation Alsfeld gegen 1.05 Uhr durch einen Kurierfahrer gemeldet, der gerade mit seinem Lkw den Ort passierte. Eine Funkstreife stellte fest, dass das Gebäude bereits im Vollbrand stand. Die Polizei trat die Tür ein, ein Feuerwehrtrupp zog eine leblose 84-jährige Bewohnerin aus dem Haus und begann mit Wiederbelebungsversuchen, die in der Folge vom Rettungsdienst fortgeführt wurden. Die Versuche der Wiederbelebung endeten jedoch erfolglos.

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Nachdem das Feuer gelöscht war, konnten die Rettungskräfte das noch immer stark verrauchte Gebäude betreten und fanden eine weitere Leiche. Dabei handele es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um den 86 Jahre alten Mann. "Bei einer Brandleiche ist das aber zunächst nicht sicher", sagte ein Polizeisprecher. Die Leiche werde geborgen, wenn die Rauchentwicklung nachlasse.

Die Bewohner des direkt angebauten Nachbarhauses wurden geweckt und aus dem Haus geholt. Ein Übergreifen des Brandes auf dieses Haus konnte jedoch durch das schnelle Eingreifen der mittlerweile eingetroffenen Feuerwehren der Stadt Alsfeld und der Ortsteile Eifa und Lingelbach verhindert werden.

Das Haus wurde durch den Brand vollständig zerstört. Der Sachschaden dürfte sich auf über 100 000 Euro belaufen. Zur Brandursache können derzeit noch keine Aussagen getroffen werden. Die Bereitschaftsbeamten der Kriminalpolizei nahmen erste Ermittlungen auf. Die Brandursachenermittler des Hessischen Landeskriminalamtes wurden angefordert, weitere Untersuchungen zur Brandursache werden in den nächsten Tagen durchgeführt.

An der Brandstelle waren zeitweise fünf Rettungsteams, zwei Notärzte, der organisatorische Leiter des Rettungsdienstes und ein leitender Notarzt im Einsatz. Die Bundesstraße 62 musste im Ortsgebiet des Brandes für die Rettungs- und Löscharbeiten voll gesperrt werden.

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