Schockanruf

Ehemann schmeißt Betrüger raus

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Sie nutzen die Gutgläubigkeit vor allem älterer Menschen aus: Betrüger, die mit Schockanrufen Geld ergaunern wollen. Doch manchmal gerät einer auch mal an den Unrechten.

Erneut trieben Schockanrufer im Landkreis Marburg-Biedenkopf ihr Unwesen und hätten mit ihrem Vorgehen beinahe Erfolg gehabt. Meist trifft es Menschen mit osteuropäischem Wurzeln.

So auch in diesem Fall. Am Dienstag rief ein Unbekannter gegen 9.50 Uhr bei der 63-jährigen Frau an und vermittelte den Eindruck, als sei ihr Sohn am Telefon.

Falscher Polizist erscheint

Eindringlich schilderte der Anrufer, dass er jemanden bei einem Verkehrsunfall schwer verletzt habe und nun für die medizinische Versorgung und zur Abwendung der Strafe schnellstens 15 000 Euro benötige.

Der vermeintliche Sohn forderte das Opfer auf, eine ausländische Telefonnummer der Polizei mit der Vorwahl 0037 (Litauen) anzurufen, um die weiteren Modalitäten zu klären. Dort wurde der Seniorin erklärt, dass demnächst ein Kollege erscheinen werde.

Tatsächlich klingelte der mutmaßliche Betrüger bei der Frau, um das bereits abgehobene Geld in Empfang zu nehmen. Der zufällig heimkehrende Ehemann des Opfers verhinderte die Übergabe und warf den Fremden ohne Beute raus.

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