Ehefrau von Stephan E. sagt aus

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Frankfurt- Im Prozess um den gewaltsamen Tod des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke hat am Dienstag die Ehefrau des angeklagten mutmaßlichen Rechtsterroristen Stephan Ernst ausgesagt. Sie gab an, am Tatabend zwei Autos vor dem Wohnhaus der Familie gehört zu haben. Gespräche auf der Straße habe sie aber nicht gehört. Ihr Mann habe vor dem Tod Lübckes den wegen Beihilfe angeklagten Markus H. nie erwähnt, sagte die Zeugin vor dem Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts (OLG) Frankfurt. Zu politischen Einstellungen ihres Mannes und dem Familienleben wollte sich die Ehefrau nicht äußern.

Ein zweiter Zeuge, ein gebürtiger Iraner, der ein Arbeitskollege von Ernst war, sagte, dass er Ernst nicht als Mensch mit rechten oder rechtsextremen politischen Ideen erlebt habe. "Unsere Meinung ist eigentlich dieselbe", sagte der 35-Jährige, der im gleichen Schützenverein wie Ernst war.

Von Schießübungen im Wald und Waffen im Besitz des Angeklagten habe er nichts gehört. "Er ist genau wie ein Bruder", sagte er über die Freundschaft zu Ernst.

Vor der Vernehmung der Zeugen stellte einer der Verteidiger von Markus H. einen Befangenheitsantrag gegen die Richter. dpa

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