Pilotprojekt in Frankfurt. FOTO: DPA
+
Pilotprojekt in Frankfurt. FOTO: DPA

Echte Alternative?

  • vonDPA
    schließen

Frankfurt- Pakete erst mit der Tram und dann mit Lastenrädern auszuliefern, spart einer neuen Studie aus Frankfurt zufolge viel CO2 im Vergleich zur herkömmlichen Lieferung mit Transportern. "Eine Analyse des Straßenbahnnetzes in Frankfurt hat gezeigt, dass die vorhandene Infrastruktur des ÖPNV für den Warenumschlag an vielen Standorten geeignet ist", schreiben darin die Autoren der Frankfurter Fachhochschule für angewandte Wissenschaften.

Sie untersuchten mit Blick auf Frankfurt eine Variante, nach der Lastwagen die Pakete zu einer Tramstation am Stadtrand bringen. Von dort transportiert die Straßenbahn die Lieferungen in großen Transportboxen zu den Mikro-Hubs, von wo aus sie wiederum per Lastenfahrrad bis zur Haustür gebracht werden.

Auf diese Weise könnten täglich 57 Prozent CO2-Emmissionen im Vergleich zum konventionellen Lieferverkehr gespart werden, schreiben sie. Allerdings bräuchte die Alternative länger und wäre auch teurer. "Ein zugestelltes Paket mit der Tram kostet 1,89 Euro und ein Paket mit dem konventionellen Transporter 1,62 Euro", schreiben die Autoren.

Der Interessenverband Allianz pro Schiene machte sich angesichts der Umweltvorteile dennoch stark für den Ansatz. "Die Corona-Krise heizt den Paketboom in Deutschland noch einmal an", teilte Verbandsgeschäftsführer Dirk Flege mit. "Die Politik muss den umwelt- und menschenfreundlichen Transport per Straßenbahn und Lastenrad fördern, um die Innenstädte zu entlasten und das Klima zu schützen." dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare